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"Star Trek" leitete gekonnt den Generationenwechsel ein

Star Trek

So fing alles an mit der Crew der Enterprise. Regisseur J.J. Abrams besetzt die Brücke neu und machte dabei vieles richtig.

(vm/tsch) Das „Star Trek“-Universum hatte dringend eine Verjüngung nötig. Damit sind nicht bloß mehr Effekte gemeint, nein, der mittlerweile fast 50 Jahre alte SciFi-Klassiker musste sich wirklich verändern, um erfolgreich den Generationenwechsel durchzustehen. Regisseur J. J. Abrams („Lost“) unternahm eine radikale Modernisierung des Stoffes und setzte auf einen jungen, völlig unbekannten Cast, ohne dabei jedoch die alten Trekker zu enttäuschen, denn der elfte „Star Trek“-Film hat genug Referenzen an die alte Zeit. Sein Wunsch war es, sowohl das alte als auch ein neues Publikum zu bedienen. Und das gelang ihm.

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James Tiberius Kirk ist zurück. Um das zuletzt doch arg angeschlagene Star-Trek-Universum am Leben zu erhalten, entschlossen sich die Macher, in einem Prequel seine Jugendjahre zu erzählen. 1,2 Millionen Zuschauer verfolgten es in den deutschen Kinos. Aber hat "Star Trek" (2009) auch den Sprung in die Zukunft geschafft?

Technisch gibt es an der DVD und vor allem der Blu-ray-Disc jedenfalls nichts auszusetzen. Modern und teuer - der elfte "Star Trek"-Film ist vor allem ein Spektakel. Die Effekte sind weniger Selbstzweck, sondern passen zum Geschehen. Dass vieles organisch entstand, auf riesigen Parkplätzen oder in einer umgebauten Bierbrauerei sieht man dem äußerst plastischen, nahezu perfekten Bild an. Kontrastumfang, Schärfe, Farbsättigung, Details - der AVC-Transfer leistete ganze Arbeit. Selten wirkte das Bild eines SciFi-Actioners so natürlich. Dazu gesellt sich ein - auf Blu-ray-Disc auch mit einer HD-Spur im englischen Original - bombastischer Sound, der mit viel Dynamik, satten Bässen und ausgeklügelten, wirksamen aber nie übertriebenen Effekten richtig Spaß macht.

Zurück zum Film: Regisseur J. J. Abrams, der Mann, der "Lost" kreierte, hatte ein Ziel: Er wünschte sich eine Vermischung der alten und einer neuen Zielgruppe. Aber gerade das ältere Publikum wird sich umgewöhnen müssen. Die Kamera steht nie still, schwenkt, vibriert - immer. Es geht um den Kampf der Sternenflotte gegen die Romulaner. Angeführt werden die Schurken vom Australier Eric Bana, neben Original-Spock Leonard Nimoy der einzige bekannte Schauspieler des Films.

Aber J .J. Abrams passte auf. Er wusste, wo er sich an die Vorgaben halten musste, um die Trekker nicht zu verlieren. Alles kommt vor: Warp-Geschwindigkeit, Beamen, Zeitreisen. Es gibt genügend Referenzen an die gute, alte Zeit, um den Mythos womöglich wirklich noch einmal auferstehen zu lassen. Eine Fortsetzung gilt als sicher.

Zunächst arbeiten der junge Kirk und Spock gegeneinander. Doch irgendwann, das ist klar, werden sie erkennen, dass sie sich perfekt ergänzen. Und sie werden, ebenso klar, die Welt retten. Chris Pine ist dabei noch eine ganze Spur weg von der Coolness eines Captain Kirk. Perfekt ist hingegen Zachary Quinto als junger Mr. Spock.

Übrigens: Die Unterhaltung muss mit Filmende nicht aufhören: Das großzügig gepackte Bonuspaket enthält neben Audiokommentar und BD Live-Zugang auf der Hauptdisc zahlreiche hintergründige und liebevoll produzierte Featurettes auf einem zusätzlichen Silberling. Dazu gehört auch ein virtueller Rundgang durch die "Enterprise" und das Romulaner-Schiff.

Claas Nielsen

bewertungsbox

bildformat 2,40:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Türkisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch
extras Audiokommentar; Featurettes; Entfallene Szenen
laufzeit 121 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild sehr gut
bewertung ton gut
bewertung extras sehr gut

Credits:
(USA 2009, R: J.J. Abrams, D: Chris Pine, Zachary Quinto, Eric Bana u.a.)


Der erste Auftrag der bekannten Enterprise-Crew ist Inhalt des elften "Star Trek"-Kinofilms.
Der erste Auftrag der bekannten Enterprise-Crew ist Inhalt des elften "Star Trek"-Kinofilms. (Paramount)

Wenig angetan von Disziplin, aber mutig und forsch: der junge Kirk (Chris Pine, Mitte)
Wenig angetan von Disziplin, aber mutig und forsch: der junge Kirk (Chris Pine, Mitte) (Paramount)

Der Romulaner Nero (Eric Bana) hat Rachegedanken.
Der Romulaner Nero (Eric Bana) hat Rachegedanken. (Paramount)

Datum: 01.11.2009

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