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Léon - Der Profi (Director's Cut)(tsch) Vorbei die Zeiten steifer "Star Wars"-Dialoge und eigenwilliger Haarkreationen: In ihrem neuen Film, der Adaption des Anarcho-Comics "V for Vendetta" (produziert von den Wachowski-Brüdern, Start: 16. März), darf Natalie Portman nicht nur oben ohne auftreten, sondern auch die Schule eines exzellenten Killers durchlaufen. Wieder einmal. 1994 ging die damals 13-Jährige bei "Lèon" dem Profi in die Lehre und fand prompt internationale Anerkennung. ProSieben zeigt die ebenso rührende wie brutale Action-Romanze von Meisterregisseur Luc Besson nun in der rund 20 Minuten längeren "Director's Cut"-Fassung. Es geht um die tragische Freundschaft eines Mörders zu einem kleinen Mädchen. Der Killer (Jean Reno) nimmt die erst zwölfjährige Mathilda (Natalie Portman) auf, deren Familie von einem psychopathischen Cop (hervorragend gespielt von Dauerbösewicht Gary Oldman) ausgelöscht wurde. Das frühreife Gör überredet den schwermütigen Léon zu einer Zweckgemeinschaft. Sie übernimmt den Haushalt und bringt ihm Lesen und Schreiben bei. Im Gegenzug soll er Mathilda in der Kunst des professionellen Tötens unterrichten, damit sie für die Rache an den Mördern ihrer Familie gewappnet ist. Der Showdown zwischen dem ungleichen Paar und den "bösen" Killern ist unausweichlich, doch Besson spielt ihn nach seinen Regeln. Wer kein Geld hat, muss schlau sein, weiß der Regisseur, und er handelt danach: Die finale Schlacht ist ungeheuer trickreich, dabei aber sparsam ausgestattet. Besson inszeniert seine Action-Szenen auf engstem Raum - in Treppenhäusern und Hinterhöfen. Seine Vorliebe für visuelle Effekte hat er hier, wie schon bei "Nikita", zugunsten des Etats zurückgestellt, was der Spannung des Filmes keinen Abbruch tut. Ein Meisterwerk, auch in der "Director's Cut"-Fassung, deren zusätzliche Laufzeit sich vorrangig der Beziehung zwischen Léon und Matilda widmet. Gerd Hilber |
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