"The Sixth Sense" machte M. Night Shyamalan zum Star
The Sixth SenseDieser Film machte sich einen Spaß daraus, das gesamte Geschehen auf den Kopf zu stellen. Das verblüffende Ende von "The Sixth Sense" (1999) animiert dazu, ein weiteres Mal hinzusehen. Gut möglich, dass dies viele Zuschauer auch taten. Allein in Deutschland verzeichnete der Mystery-Thriller mehr als vier Millionen Kinobesucher. Das ZDF wiederholt den meisterhaften Psycho-Thriller erneut, der Regisseur M. Night Shyamalan und den jungen Schauspieler Haley Joel Osment zu Stars machte. Anzeige "The Sixth Sense" war nicht als Boxoffice-Hit angelegt, kam aber eben noch rechtzeitig, um vom weltweiten Horror-Boom in den Kinos zu profitieren. Bruce Willis spielt den Kinderpsychologen Dr. Malcolm Crowe, der sich eines verhaltensgestörten Jungen annimmt. Cole (Haley Joel Osment), ein Scheidungskind, gesteht schließlich, dass er von Toten umgeben ist, die ihn tyrannisieren. Seine körperlichen Misshandlungen kann sich Rationalist Crowe dennoch nicht erklären. Willis spielt angenehm zurückhaltend den Psychologen, der sich über seine eigene Person nicht mehr im Klaren ist. Ein Jahr zuvor wurde er von einem ehemaligen Patienten niedergeschossen - das hat er bis dato nicht verwunden. Auch seine Ehe mit Anna (Olivia Williams) steckt in der Krise. Crowe schottet sich ab, zieht sich in seinen Keller zurück und hofft, über diesen Fall zu neuen Kräften zu kommen. M. Night Shyamalan, der in jedem seiner Filme in einem Cameo-Auftritt selbst zu sehen ist, führte Regie und schrieb das Drehbuch zur durchgängig intelligent strukturierten Geschichte von "The Sixth Sense". Stets ist er darum bemüht, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken. Bruce Willis, mit dem Shyamalan 2000 auch "Unbreakable - Unzerbrechlich" drehte, ist ab 21. Januar in Jonathan Mostowes Comic-Verfilmung "Surrogates" im Kino zu sehen. Willis spielt einen FBI-Agenten, der in der eigentlich friedvollen Roboterwelt des Jahres 2017 den ersten Mordfall seit Jahren aufzuklären hat. Johann Ritter |
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