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Cineastentreff Kino Film Filmstarts - Neu im Kino Kino Film Kosten: 15.000 $, Einnahmen: 80 Mio. $: "Paranormal Activity"
Kosten: 15.000 $, Einnahmen: 80 Mio. $: "Paranormal Activity"

Paranormal Activity

(cg/tsch) Das nennt man wohl eine steile Karriere: Dem Computerspiele-Entwickler Oren Peli kam die Idee zu einem Horrorfilm, für den er jedoch weder Geld und Equipment noch ein Set hatte. Doch mit zwei unbekannten Darstellern, einem handelsüblichen Camcorder und seinem Haus als Set drehte er seinen Film doch ab. Die minimalistische Horrorproduktion „Paranormal Activity“ schlug wie eine Bombe ein: In wenigen Wochen spielte sie in den USA mehr als 80 Millionen Dollar ein.

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Dabei hat der Streifen gerade mal 15.000 Dollar gekostet. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte schrieb vor zehn Jahren der Genre-Kollege "Blair Witch Project". Während Letzterer auf düstere Wälder setzte, spielt sich "Paranormal Activity" drinnen ab - eben in Oren Pelis Haus in San Diego.

Dort wohnt im Film ein junges Pärchen, Katie (Featherston) und Micah (Sloat), das der Realitätsnähe halber sogar die echten Namen trägt. Gedreht wurde mit einem handelsüblichen Camcorder der oberen Mittelklasse, ähnlich wie bei "Blair Witch Project", aus der Ego-Perspektive. Die Handlung von "Paranormal Activity" beginnt, als Technikfreak Micah zum ersten Mal die Kamera anschaltet. Warum sich die beiden das Gerät angeschafft haben, wird erst später klar: Katie widerfahren seit ihrer Kindheit, seit das Haus ihrer Eltern niederbrannte, unerklärliche Dinge. Sie hört Geräusche, träumt schlecht, fühlt sich beobachtet.

Freund Micah, der den rationalen Dickkopf großartig glaubwürdig rüberbringt, will fortan alles, was sich im Haus abspielt, dokumentieren, um der Sache auf den Grund zu gehen. Schnell wird klar, dass die verschüchterte Katie - ebenfalls großartig gespielt - nicht unter Wahnvorstellungen leidet, sondern wirklich etwas hinter ihr her ist, ein recht launischer und zickiger Dämon.

Der Privat-Doku-Stil, wenn auch von "Blair Witch Project" kopiert, kreiert eine ungewöhnliche Nähe zu den Protagonisten. Besonders nervenaufreibend sind die Nachtszenen: Während das Pärchen schläft, läuft die Kamera mit - der Zuschauer sieht im Zeitraffer, was die beiden erst am Morgen danach am Bildschirm sehen werden. Dank der ungewöhnlichen Produktionsart geht Oren Pelis Horror-Streifen gehörig unter die Haut. Abgesehen von den Adrenalinschüben hat der Box-Office-Erfolg jedoch nicht viel zu bieten. Aber "Paranormal Activity" tut eben genau das, was erwartet wird - er schockt.

Gregor Jossé

Credits:
V:Central Film, USA 2007, R: Oren Peli, D: Katie Featherston, Micah Sloat, Amber Armstrong u.a.

Laufzeit: 88 Min.

Kinostart:
19. November 2009


Lässt die Kinokassen klingeln: Oren Pelis "Paranormal Activity" gilt als größter Box-Office-Erfolg seit Jahren.
Lässt die Kinokassen klingeln: Oren Pelis "Paranormal Activity" gilt als größter Box-Office-Erfolg seit Jahren. (Central Film)

Das geht nicht mit rechten Dingen zu: Im Haus des Pärchens Katie (Katie Featherston) und Micah (Micah Sloat) spukt es.
Das geht nicht mit rechten Dingen zu: Im Haus des Pärchens Katie (Katie Featherston) und Micah (Micah Sloat) spukt es. (Central Film)

Katie (Katie Featherston) fühlt sich verfolgt. Daraufhin schafft ihr Freund Micah (Micah Sloat) eine Kamera an, um festzuhalten, was sich in ihrem Haus abspielt.
Katie (Katie Featherston) fühlt sich verfolgt. Daraufhin schafft ihr Freund Micah (Micah Sloat) eine Kamera an, um festzuhalten, was sich in ihrem Haus abspielt. (Central Film)

Datum: 15.11.2009

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