logo
Anzeige
Cineastentreff Kino Film Games - Neue Computerspiele Kino Film Viel besser: das S.T.A.L.K.E.R.-Sequel "Call of Pripyat"

Viel besser: das S.T.A.L.K.E.R.-Sequel "Call of Pripyat"

Rückkehr in die Zone

Endlich (nahezu) fehlerfrei, dafür grafisch veraltet: "Call of Pripyat" schickt volljährige PC-Spieler erneut ins Katastrophengebiet rund um Tschernobyl.

Ein strahlender Auftakt sieht anders aus: Glichen die ersten beiden "S.T.A.L.K.E.R."-Titel spielerisch und technisch noch einem Super-GAU, nahm sich der ukrainische Entwickler GSC Game World bei "Call of Pripyat" die Kritik der PC-Gamer offenbar zu Herzen und veröffentlicht nun eine fast fehlerfreie Fortsetzung des rund um den Katastrophen-Reaktor Tschernobyl angesiedelten Ego-Shooters.

Anzeige

 

Nur noch wenige Sekunden bis zur Emission. Alexander Degtyarev rennt um sein Leben. Der Himmel verdunkelt sich, ein blutroter Schleier überzieht die Wolken und entlädt seine verstrahlte Ladung über der Flussregion Pripyat. Im letzten Moment erreicht Degtyarev ein rettendes Schiffswrack. Auf diesen Schock genehmigt er sich erst mal einen Schluck Wodka und ein trockenes Brot, das beruhigt die Nerven und füllt die Gesundheitsanzeige wieder auf.

Eigentlich ist der der ukrainische Geheimagent in die kontaminierte Zone rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl gekommen, um dem mysteriösen Absturz von fünf Militärhubschraubern auf den Grund zu gehen. Doch das von Mutanten und Artefaktjägern bevölkerte Areal steckt voller Nebenmissionen, deren Erfüllung wertvolle Waffen, Kontakte und Geld zutage fördert. Jede Menge Arbeit liegt also vor Major Degtyarev, dessen Steuerung vom Spieler übernommen wird.

In drei riesigen Gebieten - einer Flusslandschaft, einem Fabrikgelände und der verfallenen Stadt Pripyat - kann sich der als S.T.A.L.K.E.R. getarnte Agent frei bewegen. Er trifft auf zahlreiche Figuren, mit denen er lange, rein textbasierte Dialoge führt und so dem Geheimnis der verstrahlten Zone Schritt für Schritt auf die Spur kommt. Wie auch in den Vorgängern fesselt dabei vor allem die bedrückend intensive Atmosphäre - ein Erlebnis, das man so nur selten in Videospielen zu spüren bekommt. Erstmals sind auch die 70 Nebenmissionen logisch miteinander verknüpft, was zu einem deutlich runderem Spielgeschehen führt.

Optische Altlast: Noch immer nutzen die Entwickler die identische Grafikengine des ersten Teils, deren Halbwertszeit deutlich überschritten ist. Trotz netter Licht- und Schattenspiele, harmonischer Tag- und Nachtwechsel sowie realistischen Wettereffekten bleibt "Call of Pripyat" hinter modernen Genre-Vertretern zurück. Die Texturen sind unscharf, die Animationen ruckelig - man kann nur hoffen, dass sich die Gerüchte bestätigen und GSC Game World für den nächsten Teil auf die CryEngine aus dem Hause Crytek setzt.

Alles in allem ist "Call of Pripyat" dennoch eine gelungene und - endlich! - nahezu fehlerfreie Fortsetzung der "S.T.A.L.K.E.R."-Reihe. Fans werden automatisch zugreifen, Neulinge jedoch eine Weile brauchen, um die komplexen Zusammenhänge und Abläufe zu verstehen. Wer einen reinen Ego-Shooter erwartet, wird mit dem Spiel nicht glücklich. Dafür sind die Rollenspielelemente zu ausgeprägt und die Dialoge zu häufig. Durch das bedrohliche Horrorszenario dürfte allerdings auch hartgesottenen Spielern schnell das Lachen vergehen. Und damit hätte "S.T.A.L.K.E.R." wieder einmal sein Ziel erreicht.

Ole Schley




Datum: 23.11.2009

Diskussion: "Viel besser: das S.T.A.L.K.E.R.-Sequel "Call of Pripyat""

Um eine Diskussion zu "Viel besser: das S.T.A.L.K.E.R.-Sequel "Call of Pripyat"" zu beginnen melden Sie sich bitte im Forum an. Wenn Sie noch nicht registriert sind, können sie sich jetzt registrieren um an den Diskussionen teilzunehmen.

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:

    Der Grusel-Shooter "F.E.A.R.2" bietet Gänsehaut und Herzrasen
    Das Licht beim Zocken anzulassen, zwingt einen das gruselige Ego-Shooter-Spiel „F.E.A.R. 2“. Wie schon bei seinem Vorgänger „F.E.A.R.“ von 2005 ist es gut möglich, dass man bei einigen Szenen während des ...

    Ein Wii-Meisterwerk: "Deadly Creatures"
    Schon allein für seine eigenwillige Idee hat das neue Wii-Game „Deadly Creatures“ die Bezeichnung Meisterwerk verdient. Der Spieler steckt nämlich selbst in der Haut einer gefährlichen Kreatur (abwechselnd ...

    Destruktion macht in "Red Faction: Guerilla" Spaß
    "Abrissklasse C", das lernt man in THQs neuem Action-Spektakel "Red Faction: Guerrilla", berechtigt nicht nur den Bergarbeiter Alec Mason zum Schürfen auf dem Mars, sondern auch PS3- und Xbox-360-Besitzer ...

    "Transformers - Die Rache": nicht so gut wie der Film
    Laut, hirnlos, erfolgreich. Michael Bays Kinospektakel "Transformers - Die Rache" setzt mal wieder Maßstäbe. Tricktechnisch und kommerziell. Innerhalb der ersten Woche wurden bereits alleine in den USA ...

    Mit 3 Freunden in die "Borderlands" zu gehen, macht echt Spaß
    "Mad Max" sagt "Halo" zu "Diablo": Gearbox Software hat ein apokalyptisches Endzeitszenario entwickelt, in dem es vor blutrünstigen Vierbeinern, schießwütigen Banditen und merkwürdigen Freaks nur so wimmelt. ...

    Viel besser: das S.T.A.L.K.E.R.-Sequel "Call of Pripyat"
    Ein strahlender Auftakt sieht anders aus: Glichen die ersten beiden "S.T.A.L.K.E.R."-Titel spielerisch und technisch noch einem Super-GAU, nahm sich der ukrainische Entwickler GSC Game World bei "Call ...


 
Anzeige
livedome
Konzert-DVD im Stream
Gentleman
Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream

Anzeige
.
Partner von Fantastic Zero


itemid = 54 - id = 7999 - task = view - option = com_content - limitstart= 0