"Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich die Rolle gleich bekomme", gesteht Sarah Stork. Die 22-Jährige ist ab 12. Oktober in einer neuen Hauptrolle in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" zu sehen (Montag bis Freitag, 15.10 Uhr). "Das war wie ein Sechser im Lotto für mich." Die gebürtige Bochumerin spielt die herzkranke Floristin Sandra Ostermeyer, die sich nach einer lebensrettenden Transplantation am Fürstenhof erholt. Bald stellt sich heraus, dass sie auf mehr als eine Art mit den Saalfelds verbunden ist. Für Sarah Stork, die quasi frisch von der Kölner Film Acting School kommt, ist es die erste bedeutende Rolle, von der auch ihre große Familie schwer begeistert ist: "Ich glaube, kein anderer Job hätte bei ihnen so viel Aufregung auslösen können."
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teleschau: Kannten Sie "Sturm der Liebe" schon vor Ihrem Engagement?
Sarah Stork: Allerdings! (lacht) Meine gesamte Familie besteht aus "Sturm der Liebe"-Fans. Ich habe vier Geschwister, und wirklich alle verfolgen die Serie begeistert. Sogar meine Eltern sind dabei. Ihnen gehören zwei Hotels an der Ostsee, und deshalb finden sie den Fürstenhof total toll. Immer, wenn ich bei ihnen zu Besuch war, sprangen um drei alle auf und mussten die Serie ansehen. Deshalb waren auch alle begeistert, als ich die Rolle bekam.
teleschau: Wie kam es, dass Sie nun selbst mitspielen?
Sarah Stork: Ich bin erst seit einem Jahr mit der Schauspielschule fertig. Seitdem drehte ich viele Werbespots und Kurzfilme, um Erfahrungen zu sammeln und Demomaterial zusammenzubekommen. Im Grunde war "Sturm der Liebe" mein erstes großes Casting. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass es klappt.
teleschau: Und jetzt stecken Sie mittendrin ...
Sarah Stork: Oh ja! Ich habe ein ganz schön strammes Pensum. Wir drehen jeden Tag eine Folge. Das bedeutet früh aufstehen und spät heimkommen. Aber ich finde toll, dass man so im Rhythmus bleibt. Vermutlich kann einem nach einem Jahr Telenovela niemand mehr etwas vormachen, was den Drehstress und das Arbeitspensum betrifft. Man muss immer funktionieren und lernt abends noch seine Texte. Ich denke, das ist eine richtig gute Schule. Außerdem kommt noch die Kontinuität dazu - man hat viel Zeit, eine Rolle richtig zu entwickeln.
teleschau: Die Figur, die Sie spielen, wird durch eine Herztransplantation gerettet. Ist Ihnen das Thema Organspende wichtig?
Sarah Stork: Es ist gut, dass das Thema aufgegriffen wird. Bislang hatte ich nicht viel damit zu tun, weil ich niemand Betroffenen kannte. Durch die Vorbereitung auf die Rolle wurde mir aber klar, wie wichtig das ist. Seine Organe freizugeben, ist das größte Geschenk, das man anderen machen kann. Für die Serie ist das Thema auch interessant, weil das Herz zwar ein normales Organ ist, aber wir fühlen damit und vielleicht sitzt auch unsere Seele darin. Diese Aspekte werden noch wichtig werden.
teleschau: Was glauben Sie, macht den Reiz für die Zuschauer aus?
Sarah Stork: Meine ältere Schwester erzählt mir immer, dass sie damit wunderbar abschalten kann. Sie ist Ärztin und erlebt in ihrer Arbeit so viel Schlimmes. Für sie ist die Serie eine Stunde Entspannung. Ich denke, so geht es vielen Zuschauern. Für sie ist es eine Flucht aus dem Alltag in eine ganz andere Welt.
teleschau: Bei "Sturm der Liebe" geht's um große Gefühle. Sind Sie selbst auch sehr romantisch?
Sarah Stork: Ganz tief drinnen ist das doch jeder - auch, wenn wir das immer abstreiten und behaupten, dass uns das zu kitschig ist. Insgeheim träumt doch jede davon, dass irgendwann der Prinz mit dem Schimmel angaloppiert kommt. Bei uns kommen dann noch die schönen Landschaftsaufnahmen dazu. Ich denke, die Serie berührt bei vielen eine geheime, romantische Seite.
teleschau: Fiel es schwer, für die Arbeit von Bochum nach München zu ziehen?
Sarah Stork: Am Anfang war ich natürlich traurig bei dem Gedanken, meine Familie nicht mehr so regelmäßig zu sehen. Wir mussten auch alle weinen. Aber ich war früher schon von ihnen getrennt - während der Schauspielschule zum Beispiel. Natürlich vermisse ich Familie und Freunde, aber sie besuchen mich alle. Zum Beispiel kommen meine jüngere Schwester und mein kleiner Bruder in den Herbstferien nach München. Ich vereinsame also nicht!
Melanie Grimm
Sarah Stork bezeichnet ihre Rolle bei "Sturm der Liebe" als "Sechser im Lotto". (ARD / Ann Paur)
Sarah Stork glaubt, dass jede Frau im Grunde romantisch ist: "Insgeheim träumt doch jede davon, dass irgendwann der Prinz mit dem Schwert angaloppiert kommt." (ARD / Ann Paur)
Durch eine lebenswichtige Organspende wird Sandra (Sarah Stork, rechts mit Isis Krüger) gerettet. (ARD / Ann Paur)
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