"Auf einer Eitelkeitsskala von eins bis zehn belege ich eine Drei", sagt Eugen Bauder mit einem Lachen. Dabei stünde ihm eine höhere Zahl durchaus zu. Eugen sieht - für einen Kerl - einfach unverschämt gut aus. Das weiß längst nicht nur seine Freundin. Denn als internationales erfolgreiches Model, das schon mit weltberühmten Fotografen wie Mario Testino oder weiblichen Supermodels wie Gisele Bündchen zusammengearbeitet hat, ist es quasi seine Aufgabe, keinen Hehl aus seiner Attraktivität zu machen. Ab 09. März ist Eugen nun in der SAT.1-Soap "Eine wie keine" (montags bis freitags, 18.00 Uhr) zu sehen - und wird auch hier den Mädels die Köpfe verdrehen.
Anzeige
In den rund fünf Jahren, die Eugen nun als Model gearbeitet hat, war er in den bedeutendsten Modemagazinen der Welt vertreten und stand für Kampagnen von Hugo Boss, Armani, Cacharel oder D&G vor der Kamera. Dabei hat der heute 24-Jährige sein Äußeres stets selbstbewusst zu Schau gestellt und es dabei - wie er selbst sagt - genossen, "in andere Rollen zu schlüpfen und unterschiedliche Facetten seiner Person zu zeigen".
Genau dies will er nun auch in der SAT.1-Serie "Eine wie keine" tun, in der er ab März regelmäßig zu sehen sein wird. Er spielt Moritz "Mo" Berg - einen Rebellen und echten Aufreißer. "Irgendwie steckt ja in uns allen etwas Rebellisches", sagt Eugen - und bekennt damit, dass es schon einige Parallelen zwischen seiner Rolle und ihm als Privatperson gibt. Bereits als kleiner Junge habe er "total auf Rocker gestanden, mit Lederjacken und Motorrädern". Eine Begeisterung, die er sich bis heute bewahrt hat: Denn er fährt mittlerweile nicht nur selbst Motorrad, sondern trägt auch am liebsten Lederjacke, Jeans und coole Boots.
Eugens Weg zur Schauspielerei war - obwohl er noch so jung ist - ein langer, der ihn von einem Bauernhof in einem kleinen kasachischen Dorf über die baden-württembergische Provinz rund um Lörrach und kleinere "Umwege" über die USA und Asien schließlich nach Berlin führte. Dort nämlich wird die SAT.1-Soap, für die er nun vor der Kamera steht, gedreht. In Berlin hat er seit einiger Zeit auch eine Wohnung und ist von der Stadt total begeistert: "Hier gibt's einfach alles. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Kiez. Diese Vielfalt, die einem in Berlin geboten wird, ist echt toll", sagt er.
Wo sich sein Zuhause befinde, sei für ihn ziemlich schwer zu sagen: "Eigentlich wohne ich in Hamburg und fühle mich dort richtig heimisch. Mein Heim ist aber eher dort, wo meine Eltern leben - in Binzen, nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt. Und auch meine russischen Wurzeln sind mir sehr wichtig", betont er. Bis zu seinem fünften Lebensjahr lebte er in Kasachstan, dann ging er mit seiner Mutter nach Deutschland. "Das war schon eine schwierige Zeit für uns. Wir mussten ganz von vorne anfangen." Und in der Schule sei er nicht von Anfang an mit offenen Armen empfangen worden: "Da kommt schon wieder der Russe" oder ähnliche verletzende Kommentare habe er sich oft anhören müssen.
Halt gegeben hat ihm bei allen Herausforderungen, denen er sich in seinem Leben bislang gestellt hat, immer seine Familie: "Meine Mama und mein Papa - eigentlich mein Stiefpapa, aber für mich ist er mein Papa - sind für mich das Allerwichtigste. Ich versuche, so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen." Außerdem habe er gelernt, selbstbewusst aufzutreten - nicht nur im Beruf, sondern auch, als es darum ging, das Herz seiner Freundin zu erobern. Allen Jungs, die bislang nicht so recht bei ihrer Angebeteten landen konnten, rät er deshalb: "Immer Selbstbewusstsein zeigen, das ist der Schlüssel zum Erfolg - und macht einen irgendwie auch attraktiv."
Um seine eigene Attraktivität braucht er sich wahrlich nicht zu sorgen - will er auch gar nicht: "Zehn Minuten brauche ich morgens im Bad. Wenn man ständig Leute um sich hat, die darauf achten, dass man gut aussieht, will man sich selbst nicht auch noch dauernd damit befassen", erklärt Eugen. Viel wichtiger sei ihm, seine Filmkarriere konsequent voranzutreiben: "Irgendwann mal einen Fernseh- oder sogar Kinofilm zu drehen, das wäre Wahnsinn." Seine Vorbilder sind Brad Pitt und Edward Norton. "'Fight Club', das war ein verdammt cooler Film!"
Sören Heyenga
Eugen Bauder verdreht den Mädels in "Eine wie keine" als Moritz "Mo" Berg den Kopf. (SAT.1 / Mosch)
Lederjacke und Jeans trägt Eugen Bauder (rechts, hier in "Eine wie keine" zu sehen ) auch privat am liebsten. (SAT.1 / Mosch)
Anzeige
Konzert-DVD im Stream Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream