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Die Mothman Prophezeiungen(tsch) Zwei Filme, ein abgedrehtes Thema: metaphysische Insekten. Kinogänger hatten im April 2002 die Qual der Wahl: Kevin Costner beim Jagen mystischer Libellen zusehen oder mit Richard Gere das Geheimnis der "Mothman Prophezeiungen" lüften. Letzteres war zumindest spannend. vox zeigt Mark Pellingtons ("Arlington Road") düstere Schauermär nun in einer Wiederholung. Inhaltlich fußt der Film auf dem gleichnamigen Buch von John A. Keel, das sich mit Flüchen und unerklärlichen Phänomenen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht das kleine Örtchen Point Pleasant in West Virginia. 1967 beobachteten dort verschiedene Menschen eine Gestalt, die sich grob als überdimensionaler Schmetterling mit stechend roten Augen umschreiben lässt. TV-Teams positionierten sich neugierig, um den Mothman (Mottenmann) zu filmen. Doch der machte es wie Nessie und tauchte ab, wenn die Kameras liefen. Richard Gere, der zuletzt für den Agenten-Thriller "The Flock" vor der Kamera stand, spielt in "Die Mothman Prophezeiungen" den Top-Journalisten John Klein. Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau versucht er immer noch, die Rätsel jener Nacht zu lösen, in der die beiden von der Straße abkamen, nachdem etwas ihren Wagen striff. Noch auf dem Sterbebett fragt ihn seine Gattin: "Du hast es nicht gesehen, oder?" Auf einen Block malt sie eine schwarze Kreatur mit roten Augen. Auf dem Weg zu einem Interview verschlägt es John schließlich auf rätselhafte Weise in den kleinen entlegenen Ort Point Pleasant, der kurioserweise mehrere hundert Meilen von seiner Reiseroute entfernt ist. Doch scheinbar hat er diesen Mystery-Trip nicht ohne Grund unternommen, denn die Einwohner der Kleinstadt werden von ähnlichen Visionen geplagt, wie sie einst seine Frau hatte. Ein böses Omen? Obwohl Regisseur Mark Pellington vieles offen lässt und mit ihm zum Ende hin ein wenig die Gäule durchgehen, findet die Legende um den Mothman einen gelungenen Abschluss - inklusive Gänsehaut und der Frage: wahr oder Mythos? Dem Zuschauer werden jedenfalls genügend Freiheiten geboten, um zu tun, was eine Boulevardzeitung befiehlt: "Bild dir deine Meinung!" Gerd Hilber |
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