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Konsumkritik zum Lachen: "Die Glücksritter"

Die Glücksritter

Ein Film, wie gemacht für diese unsere Zeit. Die Bank, die Börse, der Handel - alles nur Spiel. Das ist die Botschaft, der US-Komödie "Die Glücksritter", die kabel eins nun zum wiederholten Mal zeigt. Dabei entstand der Film schon im Jahr 1983. An der Börse: Orangensaftkonzentrat wird erst gekauft, und steigt und steigt - dann erscheint ein Report des Agrarministers und schon fällt der Preis bis in den Keller. 300 Millionen Dollar verblasen - in wenigen Minuten. So etwas soll gelegentlich vorkommen ...

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Es war nach "48 Stunden" (1982) der zweite Film des damals erst 22-jährigen Eddie Murphy, in dem er sein komödiantisches Talent beweisen konnte: In "Die Glücksritter" stand er neben Dan Aykroyd, der seine Karriere ebenfalls in der US-Show "Saturday Night Live" gestartet hatte, unter der Regie von John Landis vor der Kamera. Aykroyd und Landis hatten bereits 1980 mit ihrer Zusammenarbeit bei "Blues Brothers" Filmgeschichte geschrieben. Zu dritt erreichte das Team für damalige Verhältnisse einen enormen kommerziellen Erfolg, der Film überzeugt bis heute als gelungener Mix aus Konsum- und Gesellschaftskritik und Komödie.

Am Anfang steht die Frage: Kann aus einem schlecht erzogenen Typen aus der Gosse ein schicker Schnösel gemacht werden? Um zu testen, ob der Charakter und Erfolg eines Menschen von seiner Veranlagung oder dem Einfluss des sozialen Umfeldes bestimmt wird, rufen die stinkreichen Brüder Randolph und Mortimer Duke (Ralph Bellamy und Don Ameche) ein Experiment ins Leben: Über Nacht lassen sie den eigentlich erfolgsverwöhnten Manager Louis Winthorpe III. (Dan Aykroyd) alles verlieren, was ihm wichtig ist - Haus, Job, Kohle und Freundin. Ganz im Gegensatz zum Kleinkriminellen Billy Ray Valentine (Eddie Murphy), der durch das durchtriebene Spiel der Dukes urplötzlich zum Börsenmakler avanciert und im Geld schwimmt.

Doch so leicht lässt sich die absurde Wette mit dem Einsatz von nur einem einzigen Dollar nicht gewinnen. Denn bald treffen die beiden nichts ahnenden Versuchskaninchen aufeinander und merken, dass ihnen übel mitgespielt wurde. Kurzentschlossen verbünden sich Billy Ray und Louis und schwören mit einem raffinierten Coup Rache.

"Die Glücksritter" ist eine typische 80er-Jahre-Komödie, die besonders durch das hervorragende Zusammenspiel der Hauptdarsteller und die frühe Auseinandersetzung mit den Mechanismen von Börse und Wirtschaft überzeugt. Gekonnt setzte John Landis einen gesellschaftskritischen Film in Szene, der die Yuppie-Komödien der 80-er vorbereitete und noch heute zu den erfolgreichsten Arbeiten Eddie Murphys zählt.

Jasmin Herzog


Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd) fällt einem Experiment zum Opfer: Die Brüder Randolph (Ralph Bellamy, rechts) und Mortimer Duke (Don Ameche, links) machen ihn wegen einer Wette vom erfolgreichen Börsenmakler zum suizidgefährdeten Kleinstverdiener.
Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd) fällt einem Experiment zum Opfer: Die Brüder Randolph (Ralph Bellamy, rechts) und Mortimer Duke (Don Ameche, links) machen ihn wegen einer Wette vom erfolgreichen Börsenmakler zum suizidgefährdeten Kleinstverdiener. (kabel eins / Paramount Pictures)

Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd) findet sich plötzlich auf der Straße wieder.
Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd) findet sich plötzlich auf der Straße wieder. (kabel eins / Paramount Pictures)

Der Gauner Billy Ray (Eddie Murphy) wird von den Brüdern Duke zum Manager gemacht.
Der Gauner Billy Ray (Eddie Murphy) wird von den Brüdern Duke zum Manager gemacht. (kabel eins / Paramount Pictures)

Datum: 15.12.2009

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