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In "Next" kann Nicolas Cage in die Zukunft sehen

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Den Vorlagen des US-amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick sind feine Filme zu verdanken. "Blade Runner" zum Beispiel. Oder auch "Total Recall", der zwar sehr von Arnold Schwarzenegger geprägt war, aber auf einer glänzenden Idee basierte und visuell mit viel Fantasie umgesetzt wurde. Doch schon Steven Spielberg fiel es vor wenigen Jahren nicht leicht, die in Worte gefassten Visionen des 1982 verstorbenen Schriftstellers in "Minority Report" auf die Leinwand zu bannen. Auch Action-Regisseur Lee Tamahori versuchte sich an einem von Dicks Stoffen: Der Thriller "Next" (2007), die Verfilmung der 1954 entstandenen Kurzgeschichte "The Golden Man", fiel jedoch beim Kinopublikum durch (hierzulande nur 140.000 Besucher). ProSieben zeigt den Film nun an Neujahr als Free-TV-Premiere.

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Aus nicht erklärbaren Gründen ist ein Mann in der Lage, genau zwei Minuten in seine eigene Zukunft zu schauen. Er kann sogar verschiedene Alternativen wahrnehmen. Was würde geschehen, ginge er nach links? Was, wenn er nach rechts ginge? Eine faszinierende Grundidee, und so wecken die ersten Minuten des Thrillers auch Hoffnung auf einen interessanten Film. Cris Johnson (Nicolas Cage), der Mann mit der übernatürlichen Fähigkeit, verdingt sich als einfacher Hellseher in Las Vegas. In einer brillanten Szene verhindert er zunächst einen Überfall auf ein Kasino, wird dann jedoch selbst für den Täter gehalten und ergreift die Flucht. Seine visionären Fähigkeiten sorgen dafür, dass er die Verfolger immer wieder ins Leere laufen lässt.

Fortan jedoch übernimmt sich der Film an allen Ecken und Enden. Es geht um nicht weniger als um die Errettung von vielen Millionen Menschen. Eine Gruppe von Terroristen, angeführt von einem gewissen Mr. Smith (Thomas Kretschmann als Schurke ohne jede Tiefe), will eine Atombombe auf Kalifornien abwerfen. Drei Viertel des folgenden Films drehen sich nun nicht etwa darum, den Anschlag zu verhindern, sondern den merkwürdig störrischen Johnson von seiner Mithilfe zu überzeugen. Der hat nämlich keine Lust, sich von der FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) einspannen zu lassen, und vergnügt sich viel lieber mit der blonden Liz (Jessica Biel).

"Next" setzt sich aus Mystery-, Action- und Thrillerelementen zusammen, findet aber zu keinem Zeitpunkt seinen Stil und entwickelt keine wirkliche Spannung. Ganz schuldlos ist daran auch Nicolas Cage nicht, der den emotional weitgehend regungslosen Helden wider Willen an der Oberfläche belässt. Der Star, der unlängst durch seine hohen Steuerschulden von sich reden machte, ist demnächst als "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" auf der Kinoleinwand zu sehen. Am 14.01. startet Werner Herzogs Remake von Abel Ferraras Crime-Drama.

Tom Ruder



"Next" setzt sich aus Mystery-, Action- und Thrillerelementen zusammen, findet aber zu keinem Zeitpunkt seinen Stil und entwickelt keine wirkliche Spannung.
"Next" setzt sich aus Mystery-, Action- und Thrillerelementen zusammen, findet aber zu keinem Zeitpunkt seinen Stil und entwickelt keine wirkliche Spannung. (ProSieben / 2007 Paramount Pictures)

Cris Johnson (Nicolas Cage) kann zwei Minuten in die Zukunft schauen. Und er macht reichlich Gebrauch von dieser Fähigkeit.
Cris Johnson (Nicolas Cage) kann zwei Minuten in die Zukunft schauen. Und er macht reichlich Gebrauch von dieser Fähigkeit. (ProSieben / 2007 Paramount Pictures)

Bei Irv (Peter Falk, rechts) erhofft sich Cris Johnson (Nicolas Cage) Rat.
Bei Irv (Peter Falk, rechts) erhofft sich Cris Johnson (Nicolas Cage) Rat. (2007 Paramount Pictures)

Datum: 20.11.2009

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