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"La Misma Luna" scheitert als ernstes Flüchtlingsdrama

La Misma Luna

Die mexikanisch-amerikanische Grenze ist auch heute noch ein tragischer Ort.

(mb/tsch) Ein 1000 Kilometer langer Riesenzaun trennt Amerika von Mexiko. Auf der einen Seite haust der Wohlstand, auf der anderen die Armut. Es ist also klar, in welche Richtung die Grenze häufiger überquert wird. Und das passiert meistens illegal. „La Misma Luna“ erzählt die Geschichte einer Mutter, die es geschafft hat, den Zaun zu überwinden und auf der besseren Seite des Lebens Fuß zu fassen. Doch ihren kleinen Jungen musste sie bei der Großmutter in Mexiko lassen. Als diese stirbt, macht sich der Sohn auf die Suche nach seiner Mutter. Die Suche gestaltet sich nicht leicht, zumal der Junge unterwegs mit dem ganzen Übel der Grenzgänger konfrontiert wird. Doch wie durch ein Wunder bleibt er immer verschont. Genau das führt dazu, dass das Drama ziemlich unglaubwürdig erscheint. Der Stil des Films wandert ständig zwischen hartem Realismus und verklärtem Märchen und scheitert deshalb am Anspruch, eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsproblematik zu liefern. Trotzdem ist „La Misma Luna“ im Ganzen gut gemacht und ist angenehm anzusehen.

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Dokumentarfilmerin Patricia Riggen widmete dem stets aktuellen Thema Einwanderung mit "La Misma Luna" (2007) einen sentimentalen Spielfilm. Jahr für Jahr versuchen tausende Mexikaner illegal in die USA zu kommen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben im Land der "unbegrenzten" Möglichkeiten. Doch die Schwelle zum vermeintlichen Glück ist eine Furcht einflößende Grenze: "La Misma Luna", nun auf DVD erhältlich, widmet sich dieser Begrenzung, die oft genug Familien entzweit.

Rosario (Kate del Castillo) arbeitet illegal in Los Angeles, um ihre mexikanische Familie finanziell zu unterstützen. Auf der anderen Seite der Grenze musste sie ihren Sohn zurücklassen, der bei seiner Großmutter lebt. Als diese stirbt, macht sich der kleine Carlitos (Adrián Alonso) heimlich auf den Weg zu seiner Mutter.

"La Misma Luna" verliert über die 106 Minuten seine Ursprungsthematik Immigration bisweilen vielleicht etwas aus den Augen, ist aber ein wunderbar gespieltes, rührendes Road-Movie mit Tränendrüsen-Effekt. Der wird durch die pathetische Musik verstärkt, die in guter Tonqualität wiedergegeben wird, aber oft sehr prominent wirkt. Das Bild ist insgesamt zu rotstichig und zu verrauscht. Die DVD wurde leider ohne Bonusmaterial veröffentlicht.

Julia Kreissl

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Spanisch (5.1)
untertitel Keine
extras Keine
laufzeit 106 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton gut
bewertung extras keine Wertung

Credits:
(USA/Mexiko 2007, R: Patricia Riggen, D: Adrián Alonso, Kate Del Castillo, Eugenio Derbez u.a.)


"La Misma Luna" erzählt von den Problemen mexikanischer Flüchtlinge in den USA.
"La Misma Luna" erzählt von den Problemen mexikanischer Flüchtlinge in den USA. (Senator Home Entertainment)

Carlitos (Adrián Alonso) macht sich auf den Weg zu seiner Mutter nach L.A.
Carlitos (Adrián Alonso) macht sich auf den Weg zu seiner Mutter nach L.A. (Senator Home Entertainment)

Nur einmal in der Woche kann Carlitos von Mexiko aus mit seiner Mutter telefonieren.
Nur einmal in der Woche kann Carlitos von Mexiko aus mit seiner Mutter telefonieren. (Senator Home Entertainment)

Datum: 20.12.2009

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