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Einer der besten Horrorfilme aller Zeiten: "The Children"

The Children

Wenn Bälger zu Satansbraten werden: weihnachtlicher Schocker von Tom Shankland, der sich streng an die Genre-Konventionen hält, dabei aber alles richtig macht.

(vm/tsch) „The Children“ begeisterte beim Fantasy Filmfest die Horror-Fans, die ja einiges gewohnt sind. Nicht weil er besonders brutal oder blutig wäre, sondern weil er etwas tut, was der übliche Horror-Brei nicht schafft: Er bietet echte, natürliche Figuren, wirkliche Charaktere, die nicht den üblichen Stereotypen entsprechen. Doch das ist bei weitem nicht alles, was die britische Produktion zu bieten hat. „The Children“ hebt sich durch ihre Originalität und ihr herausragendes Szenario weit von der Masse ab. Denn das Ganze kann man metaphorisch auch als Generationenkonflikt oder auch als Produkt der so modernen antiautoritären Erziehung betrachten. Mit glaubwürdigen Spannungen, tollen Charakteren und dem sehr realistischen Horror gelingt es dem Film zu schockieren und zu faszinieren. Einfach makellos.

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Kein Kinderkram: "The Children" (2008) ist Horrorkost erster Güte. Regisseur Tom Shankland, der bisher vor allem im TV-Sektor aktiv war, schuf einen beklemmenden Weihnachts-Schocker, der passenderweise kurz vor dem Fest auf DVD und Blu-ray-Disc in die Läden kommt.

Elaine (Eva Birthistle) und ihre Schwester Chloe (Rachel Shelley) verbringen die Feiertage mit ihren Familien in der verschneiten Landidylle Englands. Die weihnachtlich-familiäre Euphorie - glaubwürdige Spannungen inbegriffen - verblasst allerdings rasch: Es scheint, als hätten sich die vier Kinder einen fiesen Virus eingefangen.

Doch der verursacht nicht nur Übelkeit und Blässe, sondern auch Übellaunigkeit und Hass. Auf unerklärliche Weise mutieren die Bälger zu Satansbraten, die ihren Altvorderen auf grausame Weise an den Kragen wollen. Sicher, der vom Himmel fallende Virus entbehrt jeder logischen Erklärung. Doch wer die mysteriöse Infektion nicht hinterfragt (und der Film ist so gemacht, dass man das nicht zwingend tut), wird in einen atmosphärisch dichten Schocker hineingezogen, der dank farbarmer Ästhetik optisch die Stimmung unterstreicht.

Unschön: Selbst das Bild der BD rauscht vor weißem Hintergrund, und sowohl in der Tiefe als auch bei Bewegungen verliert es an Schärfe. Ansonsten leisten sich weder DVD noch Blu-ray-Disc technische Patzer: Der Genre-typisch minimalistisch gehaltene Soundtrack klingt im HD-Format des High-Tech-Silberlings klarer und räumlicher, wirkt aber auch in der SD-Variante. Bedauerlich, dass nur Käufer der 2-DVD-Special-Edition und der BD-Version in den Genuss der interessanten Extras kommen.

Gregor Jossé

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch
extras Making Of; Infofilm über den Drehort; Dokumentationen; Entfallene Szenen; Interviews
laufzeit 80 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 21 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton befriedigend
bewertung extras gut

Credits:
(GB 2008, R: Tom Shankland, D: Eva Birthistle, Stephen Campbell, Jeremy Sheffield u.a.)


Atmosphärischer Horrorfilm mit weihnachtlichem Hintergrund: Tom Shanklands "The Children".
Atmosphärischer Horrorfilm mit weihnachtlichem Hintergrund: Tom Shanklands "The Children". (Pandastorm Pictures)

Ist sie nicht süß? Sicher, aber nicht mehr lange.
Ist sie nicht süß? Sicher, aber nicht mehr lange. (Pandastorm Pictures)

Teenie Casey (Hannah Tointon) ist sich als Einzige sicher: Irgendetwas stimmt nicht mit den Kids.
Teenie Casey (Hannah Tointon) ist sich als Einzige sicher: Irgendetwas stimmt nicht mit den Kids. (Pandastorm Pictures)

Datum: 20.12.2009

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