In "The Village - Das Dorf" passieren sehr seltsame Dinge
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The Village - Das Dorf
Halloween sei Dank: Am Gruselfest wollte die Tochter von "The Sixth Sense"-Regisseur M. Night Shyamalan als "Katara" gehen. Der interessierte Vater forschte nach und wurde schließlich auch Fan der Nickelodeon-Animations-Serie "Avatar: The Last Airbender". Offensichtlich ein großer Fan, denn er machte sich direkt an die Realverfilmung. "Die Legende von Aang" ist bereits abgedreht und kommt am 19. August in die Kinos. ProSieben setzt nun auf ein gruseligeres Werk des Mystery-Filmemachers und zeigt abermals "The Village - Das Dorf" (2004).
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Eine eigenartige Stimmung herrscht in jenem unwirklichen Dörfchen auf sattgrünen Hügeln, das abgekapselt von der Welt irgendwie auf einer Lichtung entstanden ist. Es weckt Vorstellungen von einem alternativen, gewaltfreien, gleichberechtigten Miteinander. Marx hätte seine Freude gehabt, wenn da nicht der Haken mit der Angst wäre, die die Freiheit des unbeschwerten Miteinanders auf die Lichtung beschränkt. Der umgebende Wald ist tabu. Denn "Die, von denen wir nicht sprechen" hausen hinter den Bäumen ...
Dorflehrer Walker (William Hurt) fragt sich zu Beginn, nachdem ein kleiner Junge aufgrund fehlender Medikamente starb: "Vielleicht war es nicht die richtige Entscheidung, hier zu siedeln?" Die Trauergemeinde schweigt. Man hat sich dran gewöhnt, nachts in gelben Schutzmänteln die von Fackeln erhellte Grenze zum Wald zu beobachten, und gelernt, mit der Angst umzugehen. Es ist schließlich seit Jahren nichts passiert.
Erst als einer der Jungen, der schweigsame und verschlossene Lucius (Joaquin Phoenix), in die Stadt will, um Medizin zu besorgen, kommt der Ältestenrat in Erklärungsnöte. Als Lucius lebensgefährlich verletzt wird, darf die blinde Ivy (Bryce Dallas Howard), Lucius' Geliebte und Walkers Tochter, das Dorf verlassen und sich auf den Weg machen. Das Gesicht der Angst kann sie schließlich nicht sehen.
Am Ende folgt eine Auflösung mit erhobenem Zeigefinger. Doch diese Schwäche macht Shyamalan durch die Stärke wett, mit der er erzählt. Er erzeugt eine düstere, bedrückende, klaustrophobische Stimmung. Selbst am helllichten Tag kommt die latente Angst aus jeder Einstellung gekrochen. Für den Erhalt der Dorfgemeinschaft ist diese gemeinsame Angst genauso nützlich wie für den einen oder anderen Schauer, der den Zuschauern den Rücken hinunter läuft: "The Village" ist ein beklemmendes und tiefgehendes Filmereignis, auch wenn es an Shyamalans Aaah-Erlebnis "The Sixth Sense" nicht heranreicht.
Bernd Fetsch
Eines Tages will der junge Lucius (Joaquin Phoenix) den verbotenen Wald durchqueren, um in einer Stadt Medikamente zu besorgen, die von den Dorfbewohnern benötigt werden. (ProSieben / Touchstone Television)
Der Dorfdepp Noah Percy (Adrien Brody) bringt das gesamte Dorf in einen schweren Gewissenskonflikt. (ProSieben / Touchstone Television)
Um Lucius' Leben zu retten, wagt sich die blinde Ivy Walker (Bryce Dallas Howard) in den unheimlichen Wald. (ProSieben / Touchstone Television)
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