Kim Basinger gegen die Mächte der Hölle in "Die Prophezeiung"
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Die Prophezeiung
Göttliche Gerechtigkeit oder teuflisch gemein? Chuck Russells ("The Scorpion King", "Eraser") mit Bibelzitaten gespickter und von sündhaft schlechten Special-Effects geplagter Horror-Streifen "Die Prophezeiung", der nun im Ersten seine abermalige TV-Wiederauferstehung feiert, konnte hierzulande nur wenige Anhänger in seinen Bann ziehen. Gerade einmal 300.000 Besucher pilgerten im Jahr 2000 in die Kinos, um eine wenig beseelte Kim Basinger gegen die Mächte der Hölle kämpfen zu sehen.
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Ohne große Umschweife packt Chuck Russell den Zuschauer und stellt ihn vor himmlische Tatsachen: Der Stern von Bethlehem leuchtet nach 2.000 Jahren erstmals wieder hell am Firmament. Und der Krankenschwester Maggie (Kim Basinger, ab 24. Juni im Drama "Charlie St. Cloud" an der Seite von Zac Efron im Kino zu sehen) wird das in dieser Nacht geborene Kind ihrer drogenabhängigen Schwester Jenna (Angela Bettis) in den Arm gelegt.
Liebevoll zieht sie das Mädchen auf. Als Cody (Holliston Coleman) sechs Jahre alt ist, zeigen sich ihre ganz speziellen spirituellen Fähigkeiten. Von Ärzten als Autistin eingestuft, vollbringt sie beinahe göttliche Wunder: Mittels Gedankenkraft lässt sie Objekte schweben und eine tote Taube ins Leben zurückkehren. Diese Talente will sich der undurchsichtige Sektenführer Eric Stark (Rufus Sewell) zunutze machen. Auf der Suche nach dem Jesus-ähnlichen Mädchen hat er nach Herodes-Manier schon fünf Kinder umbringen lassen. Und plötzlich taucht auch Codys Mutter wieder auf, die ihr Fleisch und Blut zurückfordert. Einzig vom FBI-Agenten John Travis (Jimmy Smits) erhält Maggie Unterstützung im Kampf gegen die grausigen Satanisten, die das Kind auf die Seite des Antichristen ziehen wollen.
Trotz prominenter Besetzung in den Nebenrollen - Christina Ricci spielt eine Ex-Kult-Anhängerin, die für ihre Hilfe einen Kopf kürzer gemacht wird - ist "Die Prophezeiung" auf eine etwas lustlose Hauptdarstellerin zugeschnitten. Story und Umsetzung sind allenfalls mittelmäßig und reihen sich weit hinter ähnlichen Okkult-Filmen wie "End of Days", "Stigmata" und "Die neun Pforten" ein. Der Verantwortliche für die unfreiwillig komischen Computereffekte müsste für seine Missetaten jedoch für alle Zeiten in der Film-Hölle schmoren.
Johann Ritter
Maggie (Kim Basinger) zieht das Kind ihrer Schwester groß. Mit sechs Jahren entwickelt Cody (Holliston Coleman) jedoch übersinnliche Fähigkeiten. (ARD / Degeto)
Maggie (Kim Basinger) wehrt sich nach Kräften gegen einen skrupellosen Sektenführer. (ARD / Degeto)
Maggie (Kim Basinger) kämpft verzweifelt gegen die Mächte der Finsternis. (ARD / Degeto)
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