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Einer gegen alle: Gerard Butler in "Gamer"

Gamer

(mb/tsch) Explosionen, Verfolgungsjagden, schnelle Schnitte, Actionfeuerwerke: Darin sind „Crank“-Macher Mark Neveldine und Brian Taylor gut. Auch in ihrem neuen Film „Gamer“ sind die Zutaten dieselben. Die Ausgangssituation ebenfalls: einer gegen alle. Doch dieses Mal ist es nicht Jason Statham, der sich da durch die Leinwand prügelt, sondern Gerard Butler („300“). Die Idee ist nicht unbedingt tiefer als die von „Crank“, doch auf jeden Fall etwas ernst zu nehmender. „Gamer“ wird all den denjenigen Spaß machen, die bei seinen Vorgängern keine Kopfschmerzen bekamen.

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Einer von ihnen ist Kable (Gerard Butler), auch er muss in einem Computerspiel antreten - als Figur, die per Chip im Gehirn fremdgesteuert wird. Kable ist der Star des grausamen Killergames "Slayer", will aber aus der virtuellen Kampfarena ausbrechen. Das ist nicht einfach für jemanden, der keine eigenen Entscheidungen treffen kann.

Aber mithilfe eines Hackerclubs klappt's, und Kable kann versuchen, seine schöne Frau (Top-Model Amber Valletta) zu retten und einen Rachefeldzug beginnen. Sein Ziel: Ken Castle (Michael C. Hall), der zynische Erfinder des Spiels. Die Story ist nicht unbedingt innovativ, dafür gibt es aber einen aufregenden Look, jede Menge schicke Effekte und Explosionen fürs Eintrittsgeld.

Atemlos und aufregend vermischen sich echte Welt und Cyberspace, allerdings fehlt "Gamer" die Doppelbödigkeit von Vorbildern wie David Cronenbergs "eXistenZ" (1999). Hier geht's nicht so sehr um eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Wesen virtueller Realitäten, die immer mehr Daseinsort werden. Hier geht es um Explosionen, Verfolgungsjagden und Schießereien. Dabei wäre es vielleicht gar nicht so schlecht, über den Umgang mit gewalttätigen Rollenspielen und Egoshootern nachzudenken, ohne gleich die ganze Gamer-Gemeinde zu dämonisieren. Die Ursachen für Gewalt liegen nicht in den Spielen selbst, sondern in ihrer Nutzung. Zumindest das lässt sich auch in "Gamer" entdecken, wenn der ganze Rauch verflogen ist.

Andreas Fischer

Credits:
V:Universum, USA 2009, R: Mark Neveldine, Brian Taylor, D: Gerard Butler, Amber Valletta, Michael C. Hall u.a.

Laufzeit: 94 Min.

Kinostart:
07. Januar 2010


Die "Crank"-Erfinder Mark Neveldine und Brian Taylor lassen es auch in "Gamer" pausenlos krachen.
Die "Crank"-Erfinder Mark Neveldine und Brian Taylor lassen es auch in "Gamer" pausenlos krachen. (2009 Universum Film)

Gerard Butler kann als Spielfigur Kable nur das tun, was ihm per Controller vorgegeben wird.
Gerard Butler kann als Spielfigur Kable nur das tun, was ihm per Controller vorgegeben wird. (2009 Universum Film)

Kable (Gerard Butler) tut alles, um seine Frau Angie (Supermodel Amber Valletta) zu retten.
Kable (Gerard Butler) tut alles, um seine Frau Angie (Supermodel Amber Valletta) zu retten. (2009 Universum Film)

Datum: 03.01.2010

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