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Cooler Retro-Teen-Slasher: "Weekend of Blood"

Weekend of Blood

Wenn der Wochenendausflug zum Horrortrip wird: klassische Slasher-Kost, blutig und hirnlos serviert.

(vm/tsch) Wenn ein paar Teenager über ein Wochenende wegfahren, um miteinander Spaß zu haben, endet dieses Vorhaben immer ziemlich blutig. Das weiß man bereits seit mindestens 30 Jahren und zwar aus einer ganzen Reihe von Horrorfilmen. Oft nervt das, diese ewige Wiederkehr des Gleichen. Doch im Fall von „Weekend of Blood" (2009) ist es eher eine Nebensache. Denn der kleine Indie-Slasher hat einfach Spaß am Teenies-Metzeln und macht auch gar nicht den Eindruck, als würde er irgendeine Botschaft transportieren wollen. Was diesen Film viel sympathischer als Hunderte andere Genre-Geschwister macht, sind seine Ehrlichkeit, sein anarchistischer Ton und seine erfrischend altmodische Ästhetik.

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Das Teuerste an "Weekend of Blood" müssen wohl die zahlreichen Kunstblut-Konserven gewesen sein. Drew Barnhardt schuf mit der DVD-Premiere "Weekend of Blood" (2009) praktisch ohne Budget einen erfrischenden Indie-Slasher im Retro-Look. Sein Regie-Debüt versucht nicht, mehr zu sein, als es ist: blutverschmiertes Teenie-Gemetzel.

Keine Frage, technisch spielt "Weekend of Blood" allenfalls in der Kreisliga. In der Tiefe ist das bisweilen mies ausgeleuchtete Bild unscharf, die Indie-Optik passt aber zum makaberen Tenor des Horrorstreifens. Nervig ist die schwache deutsche Synchronisation, und auch die englische Tonspur liegt lediglich im Stereo-Format vor.

Dafür fließt literweise Kunstblut. Und die banale Story liefert reichlich Vorlagen: Eine Teenie-Clique fährt übers Wochenende - eines, das wie der Titel verrät, blutig endet - auf eine Hütte im Wald. Dort treibt, wenig erstaunlich, ein sexuell frustrierter Killer sein Unwesen. Damit dürfte alles gesagt sein.

"Weekend of Blood" redet nicht lange um den 37 Grad warmen Brei herum. Durchsetzt von schwarzem Humor und Genre-Referenzen metzelt sich der Killer durch die Wochenendurlauber. Sympathisch: das qualitativ üble, aber unterhaltsame Bonusmaterial.

Gregor Jossé

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (2.0), Englisch (2.0)
untertitel Keine
extras Making Of; Videokommentar des Regisseurs Drew Barnhardt; Musikdoku; Featurette über den Killer; Dokumentation zum Titel des Films
laufzeit 71 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 16 Euro
bewertung bild ausreichend
bewertung ton ausreichend
bewertung extras gut

Credits:
(USA 2009, R: Drew Barnhardt, D: Christine Haeberman, Allen Andrews, Mary LeGault u.a.)


Der Titel ist Programm: Eine Teenie-Clique erlebt ein Wochenende in Blut getränkt.
Der Titel ist Programm: Eine Teenie-Clique erlebt ein Wochenende in Blut getränkt. (Epix)

Friss und stirb: Der Killer in "Weekend of Blood" fackelt nicht lange - er metzelt lieber.
Friss und stirb: Der Killer in "Weekend of Blood" fackelt nicht lange - er metzelt lieber. (Epix)

Killer vom Typ Metzger: Stevie (Allen Andrews) empfindet das Morden als stimulierend.
Killer vom Typ Metzger: Stevie (Allen Andrews) empfindet das Morden als stimulierend. (Epix)

Datum: 04.01.2010

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