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Kurt Russell ist "Die Klapperschlange" in Teil 2 und 1

Die Klapperschlange

Ein Double-Feature, das Spaß macht. Nur ... falsch herum! kabel eins zeigt zunächst um 22.00 Uhr "Flucht aus L.A". Die Fortsetzung des Kultfilms "Die Klapperschlange" entstand 15 Jahre nach dem Original und ist eher eine modern gestaltete Kopie als tatsächlich ein Sequel. Danach dann, um 00.05 Uhr, folgt der erste Teil aus dem Jahr 1980, den man schon kennen muss, um am zweiten seinen Spaß zu haben. Derweil warten, das beweist ein Blick in zahllose Internet-Foren, Fans in aller Welt auf eine weitere Rückkehr des Outlaws Snake Plissken.

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"Nennen Sie mich Snake" - der Mann mit der Augenklappe hat nur noch seinen Stolz zu verlieren. Den wird er sich nicht nehmen lassen, auch nicht in der Hölle auf der Insel der Verdammten. Mit philosophischem Unterton erzählte Regisseur John Carpenter die Geschichte des ehemaligen Elite-Soldaten Snake Plissken (Kurt Russell). "Die Klapperschlange" avancierte früh zum Klassiker. Zum einen aufgrund einer fesselnden Atmosphäre, die durch düstere Bilder vermittelt wird. Doch der Erfolg des Films hat eine Reihe anderer Ursachen.

Carpenter siedelte seine Zukunftsvision im New York des Jahres 1997 an: Ganz Manhattan ist ein hermetisch abgeriegeltes Gefängnis. Wer einmal drin ist, kommt nicht wieder raus. Die Insassen haben sich ihre eigene Welt errichtet, mit eigenen Gesetzen. Genau dort stürzt der Präsident der Vereinigten Staaten (Donald Pleasance) mit einem Flugzeug ab. Plissken erhält den Auftrag, den Präsidenten innerhalb von 24 Stunden zu finden und nach draußen zu bringen.

"Die Klapperschlange", in Deutschland so benannt nach einer Tätowierung Plisskens (die eigentlich eine Kobra darstellt), wurde zum Kultfilm einer ganzen Generation. Pessimistisch symbolisiert er die Hoffnungslosigkeit allen politischen Unterfangens in der Zeit des Kalten Krieges und bezieht dabei seine Faszination vor allem aus der anarchistischen Hauptfigur Snake Plissken, grandios dargestellt von Kurt Russell.

Weniger Glück war der Fortsetzung "Flucht aus L.A." beschieden, die 1996 in die Kinos kam. 2013 setzt der Film ein. Die USA haben einen neuen Präsidenten. Er führt ein Regime der übertriebenen Moral, untersagt er seinen Untertanen doch von Zigaretten bis zur Religion all das, was das Leben ausmacht. Seine Tochter ist damit nicht einverstanden und erhofft sich im Anführer des anarchischen Staates L.A., der vom Festland abgetrennt ist, einen Verbündeten. Snake Plissken muss wieder einmal rein in den Moloch. Ein identischer Rahmen für die Geschichte, die mitunter sogar ähnliche Dialoge und Szenen enthält.

"Escape From Earth" - so sollte der dritte und letzte Teil der Saga heißen. Regisseur John Carpenter sprach einige Male darüber, doch eine Umsetzung scheint derzeit in weiter Ferne. Auch die Pläne, das Original mit Gerard Butler in der Hauptrolle neu zu verfilmen, liegen mittlerweile bei den Akten.

Kai-Oliver Derks


Ein Held aus den 80er-Jahren: Snake Plissken (Kurt Russell).
Ein Held aus den 80er-Jahren: Snake Plissken (Kurt Russell). (kabel eins / AVCO Embassy Pictures)

Plissken (Kurt Russell, links) wurden Miniaturbomben in die Halsschlagader injiziert - eine Idee von Hauk (Lee Van Cleef).
Plissken (Kurt Russell, links) wurden Miniaturbomben in die Halsschlagader injiziert - eine Idee von Hauk (Lee Van Cleef). (kabel eins / AVCO Embassy Pictures)

Weil Cabbie (Ernest Borgnine) schon lange auf der Gefängnisinsel Manhattan lebt, kann er Snake wichtige Tipps geben.
Weil Cabbie (Ernest Borgnine) schon lange auf der Gefängnisinsel Manhattan lebt, kann er Snake wichtige Tipps geben. (kabel eins / AVCO Embassy Pictures)

Datum: 27.01.2010

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