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11 Regisseure sagen in 11 Episoden "New York, I love You"

New York, I Love You

(mb/tsch) Sonderlich originell ist die Ausgangslage nicht: Ein Episodenfilm in der Mega-City New York. Einer, der von verschiedenen Schicksälen unbekannter Menschen erzählt. Nach "Paris, je t'aime" ist "New York, I Love You" die zweite Großstadt-Hommage aus der Reihe „Cities of Love“ des Produzenten Emmanuel Benbihy. 11 Filmemacher (darunter: Fatih Akin, Mira Nair, Natalie Portman) und 11 Geschichten, die in je 10 Minuten die Stadt der Städte bebildern sollen. Und: Jeder hat nur 2 Tage. Dabei sind meist anekdotische Episoden ohne große Aussagekraft herausgekommen, die aber mit atmosphärischen Bildern und pointierten Dialogen ein in sich stimmiges, poetisches Bild erzeugen, in das sich einige Gesichter aus der ersten Liga Hollywoods einreihen.

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Prickelnde Begegnungen zwischen Männern und Frauen, einsame Herzen am Wendepunkt oder inspirierte Diebstähle stehen im Skript. In einer großen Stadt, die niemals schläft, hören die Menschen nicht auf, von der Liebe zu träumen, heißt es. Um von Weisheiten zu erzählen, die schon bekannt sind, braucht man gute Regisseure, die auch in wenigen Minuten viel zu verpacken vermögen. Ein Konzept, das schon vor zwei Jahren für "Paris, je t'aime" galt. Verantwortlich in Frankreich und nu auch in den USA ist der Produzent und Autor Emmanuel Benbihy, dessen nächstes Ziel Shanghai sein wird.

Doch vorher sollte man nicht die elf Episoden in New York verpassen, für die sich Fatih Akin, Mira Nair, Brett Ratner oder Natalie Portman als Filmemacher engagierten. Vor der Kamera wird die Liste der Stars noch viel illustrer: Bradley Cooper, Chris Cooper, Andy Garcia, Orlando Bloom, Christina Ricci, Robin Wright-Penn, Julie Christie und Shia LaBeouf seien stellvertretend genannt.

Doch wichtiger ist, dass "New York I Love You" nicht vom Namedropping lebt, sondern von exzellenten Drehbüchern, die im Central Park, in Chinatown, Greenwich Village und anderswo in der Stadt umgesetzt wurden.

Da ergeht sich ein Andy Garcia in großen Gesten, als hätte er es doch noch in die Riege der A-Schauspieler geschafft, Ventilatoren befördern die Coolness der Protagonisten in den Kinosaal, während Gespräche über die Hoffnung müder werden. Pointen sitzen und wer seit Ende der Neunziger einen Episodenfilm gesehen hat, weiß, wie selten das zutrifft.

Der dem Slackertum entwachsene Ethan Hawke lernt nach "Before Sunrise" - der von 1995 stammt, ergo wird das Zeit - ein weiteres Mal eine Frau über einen für die Ewigkeit gemachten Dialog kennen. Dieser passiert auf einem Bürgersteig in Soho und bleibt, wenig charmant, dafür aber sehr wendig, vermutlich jedem Zuschauer im Gedächtnis.

Manche dieser Dates könnten auch in anderen Städten passieren, doch das schmälert weder den Ideenreichtum noch die Brillanz der Umsetzung. Ein wenig erinnert "New York I Love You" an Filme wie "Smoke" und "Blue In The Face".

Das Rauchen eröffnet auch einige Geschichten hier. Doch es nützt nichts, davon zu erzählen, man muss es mit eigenen Augen sehen, wie unglaublich Robin Wright Penn vor dem Restaurant auf und ab geht, begierig, einen Menschen zu treffen, bei dem sie das Gefühl hat: Mit dem kann ich reden. Hier. Jetzt.

Claudia Nitsche

Credits:
V:Concorde, F / USA 2008, R: Fatih Akin, Yvan Attal, Allen Hughes, u.a., D: Ethan Hawke, Natalie Portman, Orlando Bloom u.a.

Laufzeit: 110 Min.

Kinostart:
28. Januar 2010


Ein meisterhafter Episodenfilm über New York mit namhaften Regisseuren und universellen Themen.
Ein meisterhafter Episodenfilm über New York mit namhaften Regisseuren und universellen Themen. (2009 Concorde Filmverleih GmbH)

Ein unangenehmer Typ (Ethan Hawke) spricht in Soho eine gutaussehende Frau (Maggie Q) an. Er macht keinen Hehl aus seinem sexuellen Interesse ...
Ein unangenehmer Typ (Ethan Hawke) spricht in Soho eine gutaussehende Frau (Maggie Q) an. Er macht keinen Hehl aus seinem sexuellen Interesse ... (2009 Concorde Filmverleih GmbH)

Es ist nicht sicher, ob ein anderer Mensch diesen Künstler (Orlando Bloom) aus seinem Chaos reißen kann.
Es ist nicht sicher, ob ein anderer Mensch diesen Künstler (Orlando Bloom) aus seinem Chaos reißen kann. (2009 Concorde Filmverleih GmbH)

Datum: 24.01.2010

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