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Adam Sandler beeindruckt in "Wie das Leben so spielt"
Wie das Leben so spieltJudd Apatow inszenierte mit "Wie das Leben so spielt" eine herzerwärmende Komödie aus dem Milieu der Kleinkünstler, die durchaus ernste Seiten hat. (vm/tsch) Dass Adam Sandler doch in einer ganz anderen Comedy-Liga spielt als Ben Stiller, sieht man immer mal wieder, wenn man dem Schauspieler mit dem kindlichen Gesicht eine bessere Rolle gibt. Das tat Paul Thomas Anderson („Magnolia“) in seiner bizarren romantischen Komödie „Punch-Drunk Love“ (2002), in der Sandler mit seinem Können beeindruckte. Judd Apatow, der seit einiger Zeit die Erste Liga des US-Comedy-Genres anführt, setzte in „Wie das Leben so spielt“ ebenfalls auf Adam Sandler und gab ihm die Rolle eines todkranken Stand-Up-Comedians, der sich jedoch auch in dieser schweren Situation nicht von seiner Clown-Maske trennen kann. Auf die intelligente Tragikomödie regnete es Kritikerlob ohne Ende, der große Erfolg blieb jedoch – wie immer in solchen Fällen - aus. Anzeige
Die eigenen Erfahrungen sind die beste Quelle für gute Geschichten. Also erinnert sich Judd Apatow ("Jungfrau, 40, männlich sucht ...") an seine Anfänge als Stand-Up-Comedian. In Hollywood zählt der Regisseur mittlerweile zu den ganz großen Komödienspezialisten. Im Genre startete er mit frischen Ideen und lebensnahem Witz eine kleine Revolution. Und weil er weiß, "Wie das Leben so spielt" (2009), kann er zusammen mit seinem alten Kumpel Adam Sandler - die beiden teilten früher eine Wohnung - einmal mehr begeistern. Seine herzerwärmende Komödie steht nun auf DVD in den Regalen. Vor allem die Kritiker überschlugen sich mit Lob, es wurden sogar schon Rufe nach dem Oscar für Sandler laut. Der Hauptdarsteller winkte lächelnd ab, vielleicht auch, weil das Einspielergebnis (50 Millionen Dollar) an den US-Kinokassen im Niemandsland zwischen schlecht und recht dümpelte. Mit knapp 90.000 Zuschauern in Deutschland lief der Film hierzulande völlig unter Wert. Allerdings: Dass "Wie das Leben so spielt" nicht der ganz große Publikumsmagnet ist, überrascht nicht wirklich. Zu ernsthaft ist die Story, zu viel Tragik begleitet die Komik. Starcomedian George (Sandler) fehlt eigentlich nichts im Leben - außer Gesundheit. Als er überraschend erfährt, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat, will er vieles neu ordnen. Dabei merkt er, dass seine Bekanntschaften nur oberflächlich geblieben sind. Erst in dem jungen Stand-up-Komiker Ira (Seth Rogen) gewinnt er einen wahren Freund. Adam Sandler glänzt in einer gewichtigen Rolle und beweist einmal mehr, dass er mehr als nur der Klassenkasper ist, als der er oft wahrgenommen wird. Obendrein ist Apatows Dramedy auf DVD schön anzuschauen - die Kontrastverhältnisse stimmen, die Farben sind prächtig, nur die Schärfe lässt hier und da zu wünschen übrig. Akustisch besteht reichlich Verbesserungspotenzial: Der 5.1-Klang nutzt praktisch nur die Frontboxen und reizt selbst deren Frequenzumfang nicht aus. Bei einer Komödie aber kein Beinbruch, mag man argumentieren. Zu Recht. Denn das köstliche und üppige Bonusmaterial, für das Universal extra eine zweite Disc beilegte, ist ein großartiges Versöhnungsgeschenk. Gregor Jossé bewertungsbox
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Credits: |
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