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Manhattan Love StoryAls Lord Voldemort treibt er unzähligen Kindern den Angstschweiß auf die Stirn. Allein in Deutschland jagte er fast sechs Millionen Zuschauern in seiner wohl schrecklichsten Rolle als KZ-Aufseher Amon Goeth in "Schindlers Liste" (1993) kalte Schauer über den Rücken. Oscar-Preisträger Ralph Fiennes ist durchaus auch ein Mann für böse Rollen. Doch zwischendrin zeigt er sich immer wieder von seiner gefühlvollen Seite. Mal ernsthaft, wie zuletzt in "Der Vorleser" (2008), mal leichter. Die Liebeskomödie "Manhattan Love Story" (2002), die SAT.1 nun zum wiederholten Mal ins Programm nimmt, ist dafür ein perfektes Beispiel. Anzeige Zimmermädchen Marisa (Jennifer Lopez) kann eines Tages nicht widerstehen und probiert die Designerklamotten eines Hotelgastes an. In dieser Aufmachung trifft sie auf Christopher Marshall (Fiennes, ab 1. April als Hades im Action-Spektakel "Clash of the Titans" mit von der Partie), den Anwärter auf einen Senatorenposten. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Natürlich findet der Prinz heraus, dass seine Prinzessin eigentlich ein Aschenputtel ist. Aber keine Angst, "Manhattan Love Story" ist eine romantische Komödie nach Maß: keine Überraschungen, keine Enttäuschungen. In einer Nebenrolle ist die im März 2009 verstorbene Natasha Richardson zu sehen. Sie spielt Marisas Konkurrentin und eigentliche Besitzerin der schicken Kleider, die dem Zimmermädchen zum Traummann verhelfen. Besser könnte Familienunterhaltung kaum sein: keine akrobatischen Bettszenen, dazu bis zur letzten Pore geschminkte, wunderschöne Menschen und eine Handlung, die auf nur ein Ende abzielt - es kommt zusammen, was trotz aller Widrigkeiten zusammengehört. Der millionenschwere Superstar Lopez machte das, was er am besten kann: das arme Mädchen spielen, das nach allerlei Verstrickungen und Missverständnissen von einem Prinzen zu Reichtum und Glück geführt wird. Bewundernswert ist, dass Lopez neben den Männern auch die Frauen zu bedienen weiß. Auf der Bühne eine Sexmaschine und Pop-Ikone mit der Ausdauer eines Perpetuum Mobiles und auf der Leinwand die herzallerliebste Märchenprinzessin ohne Fehl und Tadel. Seinerzeit wollten immerhin über 1,5 Millionen Menschen die Liebesgeschichte in den deutschen Kinos mitverfolgen. Der souveräne Ralph Fiennes, der ab 18.11. wieder mal als Bösewicht in "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" auftritt, hält sich hier, ganz Gentleman, eher zurück. Jasmin Herzog |
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