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John Cusack vs. Morgan Freeman in "The Contract"|
Demnächst im Fernsehen Das Fernsehen sendet nicht nur Müll. Perlen finden sich immer wieder darunter, aber wer hat schon Zeit und Lust, sie zu suchen? Wir übernehmen das: Im Cineastentreff finden Sie täglich 2-3 Filmtipps, die es lohnen, den Fernseher einzuschalten. |
The ContractEin fesselnder Psychothriller mit Morgan Freeman als eleganter, routinierter Killer. Sein Gegenspieler mit Zivilcourage: John Cusack. Was sollte bei so einer Ausgangslage noch schiefgehen? Die Antwort lautet: alles. Den Actionthriller "The Contract" (2006), den ProSieben nun als Deutschland-Premiere zeigt, kann man sich sparen. Denn abgesehen von der Leistung des Jungschauspielers Jamie Anderson gibt es nichts, aber auch gar nichts Positives vorzutragen. So lockte der Film hierzulande auch nur knapp 31.000 Zuschauer ins Kino. Anzeige
Anderson spielt den Teenager Chris, der in dieser plumpen Verfolgungsjagd als Einziger halbwegs menschlich agiert. Er ist einfach nur verzweifelt, denn seine Mutter ist tot. Sein Vater Ray Keene (Cusack), ein Sportlehrer, schlägt dem rebellierenden Teenager pädagogisch wertvoll einen Survial-Ausflug vor. Auf dem Trip zieht Ray den Profikiller Frank Carden (Freeman) aus dem Fluss, in dem auch ein halbtoter Polizist treibt. Dieser klärt noch dienstbeflissen die Situation auf, um dann zu versterben. Gerade weil der hoch bezahlte Mörder so freundlich versichert, dass diese Überführung eine Nummer zu groß sei für den Sportlehrer, nimmt Keene die Rolle als Hilfssheriff sehr ernst. Während Vater und Sohn den Killer durchs unfreundliche Land bugsieren, gibt es gute und schlechte Nachrichten. Dass der Handyempfang nicht funktioniert, versteht sich von selbst. Doch zufällig hat Chris genau in diesem Gebiet mit der Schulklasse einen Querfeldein-Lauf gemacht und gewonnen. So läuft man lange Zeit den Kumpanen Cardens immer wieder davon, freundet sich mit dem netten alten Berufskiller an, der natürlich den Sohn vor dem Absturz rettet, und gabelt im Wald eine Dame (Megan Dodds) auf. In die kann sich Papa gleich verlieben, schließlich hat der Junge ja keine Mutter mehr. Das Drehbuch spart sich notwendige Erklärungen, versorgt die immer ratloser (Freeman) beziehungsweise unbeteiligter (Cusack) wirkenden Protagonisten einfach weiter mit dürftigen Dialogen und schafft lediglich Platz für zwei gut gefilmte Actionelemente. Was wiederum die Spannung klein hält. Die Wendungen sind als mutwillig zu bezeichnen. Wie glaubwürdig ist ein Spurenleser, der bei strömendem Regen die Fährte verfolgen kann? Des Lehrers Professionalität in der Gewaltbranche muss wohl akzeptiert werden, nicht jedoch sein falscher Ehrgeiz, mit dem er das Leben aller riskiert. Es bleibt ein großes Rätsel, wie "The Contract" zustande kam. Es könnte irgendetwas mit Geld zu tun gehabt haben. Franziska Kramer |
The Contract ProSieben 12.02.2010 22:05:00 |
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