Standard-Kitsch: "Beim Leben meiner Schwester"
Beim Leben meiner SchwesterNick Cassavetes schafft es bei "Beim Leben meiner Schwester" leider nicht immer, die Kitsch-Klippen zu umschiffen. (cg/tsch) Anfangs verspricht man sich viel von “Beim Leben meiner Schwester”. Denn alles f ängt mit einem kaum zu lösenden ethischen Konflikt an, in dem jeder irgendwie recht hat. Es könnte richtig gut werden, denkt man sogar, den prominenten Namen Nick Cassavetes (“Alpha Dog”) im Hinterkopf. Doch ab seiner zweiten Hälfte schlägt das Drama eine Richtung ein, die alle anfangs angesprochenen Probleme zunichte macht, indem es auf ein zunehmend ärgerliches, weil so unpassendes und versöhnliches Finale zusteuert. Aufregend, interessant und verstörend wird plötzlich zu klischeehaft, gefühlsduselig und banal. Schade. Anzeige Darf man einen Menschen als Ersatzteillager für einen anderen verwenden? Und darf man einen Menschen sterben lassen, nur, weil der potenzielle Organspender keine Lust hat, zu helfen? Regisseur Nick Cassavetes beschäftigte sich in seinem Drama "Beim Leben meiner Schwester" (2009), das auf dem gleichnamigen Roman von Jodic Picoult basiert, mit einem spannenden ethischen Konflikt. Doch leider bleibt das jetzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältliche Drama zu sehr an der Oberfläche. Auch in den Kinos blieb es mit nur gut 370.000 Zuschauern hinter den Erwartungen zurück. Von frühester Kindheit an muss Anna (Abigail Breslin) regelmäßig Spritzen, Operationen und Transfusionen ertragen, um das Überleben ihrer leukämiekranken Schwester Kate (Sofia Vassilieva) zu sichern. Sie wurde von ihren Eltern (Cameron Diaz und Jason Patric) als perfekter Spender per künstlicher Befruchtung gezeugt. Mit elf Jahren soll Anna Kate eine Niere geben. Aber plötzlich weigert sie sich und kämpft mit einem Anwalt (Alec Baldwin) vor Gericht um ihre medizinische Unabhängigkeit. Nick Cassavetes macht es dem Publikum nicht einfach. Er führt einen familiären Konflikt vor Augen, ohne sich dabei allzu klar auf eine Seite zu schlagen. In manchen Szenen handelt er die familiären Zerwürfnisse aber ein bisschen zu hastig ab - vieles bleibt so an der Oberfläche. Ärgerlich ist, dass die DVD nur entfallene Szenen als Bonusmaterial enthält. Die Blu-ray-Fassung verfügt zusätzlich über ein Making Of und die BD-Live-Funktion. Dafür bietet das Drama in beiden Versionen eine gute Bild- und Tonqualität. Bei der DVD ist ein leichter Rotstich erkennbar, doch insgesamt gefällt die Optik mit intensiver Farbgebung und guten Schärfewerten. Der 5.1-Ton klingt auf der BD etwas räumlicher und voller, doch auch die DVD erzeugt eine ausgewogene Atmosphäre. Vera Seeberg bewertungsbox
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Credits: |
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