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Stilvolle Reise in den 70er-Horror: "The House of the Devil"

The House of the Devil

Ti West lässt das Horror-Genre der 80er-Jahre wieder aufleben - und erzielt ein überzeugendes Ergebnis.

(mb/tsch) “Telefoniere. Mach deine Hausaufgaben fertig. Schau fern. STIRB!”, so lautet die Werbezeile zu “The House of the Devil”, die die Aufgaben eines Babysitters in zahlreichen Horrorfilmen ziemlich genau auf den Punkt bringt. Die Handlung ist es also nicht, die die größten Überraschungen und Qualitäten dieses Films ausmacht. Es ist der Stil. Angelehnt den Okkult-Horrorfilm der 70er Jahre, schafft es “The House of the Devil” den beruhigend altmodischen und realistischen Look von damals wieder aufleben zu lassen. Er lässt sich Zeit für jede Kameraeinstellung und zeigt eine Detailverliebtheit, die dem modernen Horrorfilm fehlt, was ihn oft allzu lieblos und nur noch auf Schockeffekte bedacht erscheinen lässt.

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Die Collegestudentin Samantha (Jocelin Donahue) nimmt aus Geldnot einen Babysitter-Job an und gerät in eine tödliche Falle. In dem Haus ihres unheimlichen Arbeitgebers (Tom Noonan) geht sie buchstäblich durch die Hölle. Zwar kann der Zuschauer bei genauer Betrachtung kleine Anachronismen entdecken, doch insgesamt schafft es Regisseur Ti West, sein Publikum in die frühen 80er-Jahre zu versetzen. "The House of the Devil" (2009) ist aufgrund seiner Retro-Machart zwar ein wenig vorhersehbar, dennoch kann der Horrorstreifen Spannung aufbauen. Leider bietet die Blu-ray-Fassung des Films gegenüber der DVD kaum Vorteile.

Beide Versionen sind mit einigen Extras ausgestattet - neben zwei Audiokommentaren werden ein "Hinter den Kulissen"-Featurette und einige entfallene Szenen angeboten. Auch bei der Bildqualität gibt es keine Unterschiede: Die blassen Farben geben dem Film einen leicht melancholischen Anstrich. Gelegentlich wird das Bild in den Details und den Bewegungen etwas unscharf, und die Schwarzabstufungen in dunklen Szenen sind nicht immer deutlich. Der Ton ist detailliert und klar, bei der Blu-ray Disc fällt er ein wenig räumlicher und damit natürlicher aus.

Melanie Grimm

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS 5.1/DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
untertitel Keine
extras Featurette: Hinter den Kulissen; Entfallene Szenen; Audiokommentare: Ti West (Regisseur), Jocelin Donahue (Darstellerin) / Ti West (Regisseur), Larry Fessenden (Produzent), Peter Phok (Produzent), Gra
laufzeit 91 Min.
tonsystem DTS / Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 16 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras befriedigend

Credits:
(USA 2009, R: Ti West, D: Jocelin Donahue, Tom Noonan, Mary Woronov u.a.)


Ti Wests "The House of the Devil" mixt verschiedene genre-typische Handlungselemente.
Ti Wests "The House of the Devil" mixt verschiedene genre-typische Handlungselemente. (Buschproduction)

Samantha (Jocelin Donahue) gerät bei ihrem Babysitterjob in tödliche Gefahr.
Samantha (Jocelin Donahue) gerät bei ihrem Babysitterjob in tödliche Gefahr. (Buschproduction)

Unheimliches geht in dem Haus, in dem Samantha babysitten soll, vor sich.
Unheimliches geht in dem Haus, in dem Samantha babysitten soll, vor sich. (Buschproduction)

Datum: 09.02.2010

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