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Helen Hunt und Bill Paxton erleben den "Twister" hautnah

Twister

Wie schnell sich doch die Zeiten ändern. "Die trickreichste Schlechtwetterfront der Filmgeschichte", urteilte einst "Cinema" über den Katastrophenstreifen "Twister" (1996). Heute haben wir Emmerichs "2012" gesehen, der dem Begriff "Katastrophe" eine völlig neue Dimension verleiht, und sind fast versucht, den Tornado von damals als laues Lüftchen abzutun. Dabei hat Regisseur Jan de Bont - Hightech-Tricks mal beiseitegelassen - im Duell der Blockbuster damals den klar besseren Film gemacht. Außerdem ließ er wenigstens die Welt stehen ...

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"Twister" hätte eigentlich in Deutschland gar nicht funktionieren dürfen. Denn der Film zeigt ein Phänomen, mit dem man hierzulande damals noch keine große Bekanntschaft gemacht hatte: Tornados, die vor allem über ländliche Gebiete fegen und dabei innerhalb von Sekunden Personen- und Sachschäden in Millionenhöhe anrichten können. vox wiederholt nun den US-Film über den Supersturm, dessen glücklicherweise etwas harmlosere Varianten inzwischen auch schon hierzulande tobten.

Die Amerikaner kennen das gefährliche Naturschauspiel - ob aus eigener Erfahrung oder durch CNN. Und so kam es für den holländischen Regisseur Jan De Bont ("Speed") vor allem darauf an, nicht nur eine möglichst realistische Abbildung der Tornados zu liefern, sondern auch dem begehrten europäischen Markt die Faszination und Gefährlichkeit der Wirbelstürme nahe zu bringen. Ein Versuch, der dank modernster Technik gelang. Als Katastrophenfilm funktioniert "Twister" nach dem gleichen Prinzip wie die erfolgreichen "ID 4" und "Jurassic Park". Kein Superstar - das Geld wurde in die perfekte Technik investiert -, und zum Helden wird der Tornado selbst. Helen Hunt, Bill Paxton, Jami Gertz und Cary Elwes spielen die Hauptrollen.

De Bont erzählt von einem Meteorologen-Team, das versucht, neue Messwerte aus dem Inneren des Twisters zu erhalten. Sie sollen helfen, die Wege des unberechenbaren Monsters auf längere Zeit als bisher voraussagen zu können. Mehrere Anläufe sind notwendig, und mehrfach wird der Zuschauer Zeuge des Naturwunders, während die Crew immer wieder in akute Gefahr gerät.

Die Gefahr für den Menschen hält sich dabei jedoch in Grenzen. Opfer des Tornados wird - absolut Hollywood-kompatibel - eigentlich nur der Bösewicht. Ein bisschen viel Fairness vielleicht, die dem Wirbelwind, dem viele Forscher einen eigenen - fast menschlichen - Charakter zusprechen, da eingehaucht wird.

Frank Rauscher


Die Meterologen Jo Harding (Helen Hunt) und ihr Mann Bill (Bill Paxton) sind von dem Anblick des Tornados fasziniert und schockiert zugleich.
Die Meterologen Jo Harding (Helen Hunt) und ihr Mann Bill (Bill Paxton) sind von dem Anblick des Tornados fasziniert und schockiert zugleich. (vox / JM)

Jo und Bill jagen mit ihrem mit Technik vollgepackten Forschungswagen dem "Finger Gottes", einem gewaltigen Tornado, hinterher.
Jo und Bill jagen mit ihrem mit Technik vollgepackten Forschungswagen dem "Finger Gottes", einem gewaltigen Tornado, hinterher. (vox / JM)

Bill (Bill Paxton) und Jo Harding (Helen Hunt) versuchen sich vor dem Tod bringenden Wirbelsturm zu retten.
Bill (Bill Paxton) und Jo Harding (Helen Hunt) versuchen sich vor dem Tod bringenden Wirbelsturm zu retten. (vox / JM)

Datum: 19.02.2010

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