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Jodie Foster versucht, "Contact" herzustellen
ContactWährend viele Sci-Fi-Blockbuster vor allem mit spektakulären Special Effects aufwarten, ist Robert Zemeckis' "Contact" ein etwas stillerer, jedoch nicht weniger spektakulärer Vertreter des Genres: Der Streifen aus dem Jahre 1997 kommt noch ohne dominante 3-D- oder CGI-Effekte, Explosionen und mitreißende Schlachtengemälde, aber auch (weitgehend) ohne Aliens aus. Dass Jodie Foster eine facettenreiche Schauspielerin ist, der es gelingt, unterschiedlichste Figuren glaubhaft zu verkörpern, hat die Oscar-Preisträgerin in Werken wie "Das Schweigen der Lämmer" (1991) oder "Inside Man" (2006) nachdrücklich unter Beweis gestellt. Bei SAT.1 versucht sie nun zum wiederholten Mal, Kontakt aufzunehmen. Anzeige Geschildert wird die Suche nach einer Antwort auf die Frage, die die Menschen wohl seit der Entwicklung des Intellekts beschäftigt: Sind wir allein? Oder ist da draußen noch irgendwer? Ellie Arroway (Jodie Foster) geht diesem Rätsel mithilfe riesiger Radarantennen nach und bekommt dafür sogar staatliche Fördergelder. Als die Regierung aber merkt, dass mit schnellen Resultaten nicht zu rechnen ist, werden diese gestrichen. Doch Ellie macht weiter, da der kranke Multimillionär S. R. Hadden (John Hurt, der wohl ab November als Mr. Olivander in der neuesten "Harry Potter"-Verfilmung in den Kinos zu sehen ist) sich bereit erklärt, das Projekt über längere Zeit zu unterstützen. Vier Jahre gehen ins Land, bis die junge Wissenschaftlerin Erfolg hat. Sie empfängt Signale vom Vega, dem hellsten Stern im Sternbild der Lyra. Nach der Entschlüsselung der Signale ist Amerika erstaunt: Es handelt sich um die Eröffnungsrede Hitlers zu den Olympischen Spielen 1936. Doch die Entschlüsselung weiterer, tiefer liegender Tonfelder birgt den Bauplan für ein Raumschiff, und nach einigen vergeblichen Versuchen ist es wiederum Ellie, die die Chance auf die Reise bekommt, die sie ihr Leben lang antreten wollte. Zwar hat Regisseur und Produzent Robert Zemeckis' Interpretation der "Weihnachtsgeschichte" (2009) mit Jim Carrey unlängst wieder bewiesen, dass der Filmemacher durchaus ein Anhänger von Spezialeffekten ist. Hier sah er jedoch davon ab, zu sehr auf den Einsatz von Effekten zu setzen und damit das Thema visuell zu überfrachten. An der Seite von Jodie Foster ist in "Contact" "Womanizer" Matthew McConaughey zu sehen, der in den vergangenen Wochen vor allem dadurch von sich reden machte, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Wer sich gerne einen Überblick über seine schauspielerische "Vielseitigkeit" verschaffen möchte, kann sich seine seit einigen Wochen auf DVD und Blu-ray erhältliche Wellenreiter-Komödie "Surfer, Dude" (2008) zu Gemüte führen, die im Gegensatz zu diesem tiefgründigen Sci-Fi-Spektakel intellektuell eher an der Oberfläche treibt ... Jan Treber |
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