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"Der Teufel trägt Prada" beleuchtet den Etepetete-Lifestyle

Der Teufel trägt Prada

Der Modezirkus ist ein Gladiatorenkampf, und als ungekrönte Cäsarin thront darüber die berühmt-berüchtigte Chefin eines legendären Modemagazins. Wie es in deren New Yorker Chefetage zugehen mag, davon wollten sich allein in Deutschland beinahe drei Millionen Zuschauer im Kino ein Bild machen und stellten fest: "Der Teufel trägt Prada" (2006, Regie: David Frankel). Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Lauren Weisberger, einst Assistentin von "Vogue"-Chefin Anna Wintour, ist nun erneut bei RTL zu sehen. Ob die fiese fiktionale Chefredakteurin Miranda Priestly ein Abbild der echten Magazin-Chefin sein soll oder nicht - Meryl Streep lief in dieser Rolle jedenfalls zur Höchstform auf.

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Ein Modemagazin zu führen, ist kein Zuckerschlecken. Das macht Meryl Streep als Miranda vom ersten Moment an klar - mit nur einem Blick, der die Zuschauer frösteln lässt. Sie feuert und schwefelt in der gelungenen Fashion-Society-Parodie nur so um sich. Ihr Gegenpart wird von Anne Hathaway gespielt: Andy Sachs ist eine typische junge New Yorker Großstadtpflanze. Sie hüpft von einer U-Bahn zur nächsten, kauft Coffee to go und kleidet sich, wie es ihr in den Sinn kommt. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um sich bei "Runway", dem führenden Modemagazin, als Assistentin der Chefredakteurin zu bewerben. Doch Andy bekommt den Job.

Schnell muss die Mittzwanzigerin erfahren, dass die Anforderungen für den Etepetete-Lifestyle hoch sind. Fototermine organisieren, das korrekt gewürzte Mittagessen für ihre Chefin besorgen - all das bereitet ihr mehr Schwierigkeiten, als sie jemals gedacht hätte. Schließlich wollte sie als Journalistin über bedeutende Themen schreiben - und nicht im Empfangsraum eines Schickimicki-Hochglanzblattes sitzen, um einer anspruchsvollen Frau jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

Dass die Branche der Schönheit ihr nicht nur Natürlichkeit und Ausgeglichenheit raubt, sondern sie bald auch von ihren Freunden entfremdet und ihrer Beziehung schadet, war zu erwarten. Je länger Andy es schafft, am Ruder zu bleiben, desto größer ihr Ehrgeiz, der Chefin zu gefallen. Am Ende wird klar, dass auch der Teufel Gefühle hat und sich hinter der aalglatten wie eiskalten Fassade auch ein Hauch Menschlichkeit befindet.

Meryl Streep war zuletzt in "Wenn Liebe so einfach wäre", einer romantischen Komödie von Nancy Meyers für die nicht mehr ganz taufrischen Semester, neben Alec Baldwin und Steve Martin im Kino zu sehen. Anne Hathaway ist derzeit auf der großen Leinwand gleich zweimal vertreten. Neben zahlreichen anderen Promis wie Julia Roberts und Taylor Lautner hat sie eine Rolle in der RomCom "Valentinstag". Am 4. März folgt ihr Auftritt als weiße Königin in Tim Burtons 3-D-Romanverfilmung "Alice im Wunderland".

Mona Petri



In der Modewelt muss sich Andy Sachs (Anne Hathaway) erst einmal zurechtfinden.
In der Modewelt muss sich Andy Sachs (Anne Hathaway) erst einmal zurechtfinden. (RTL)

Als Chefredakteurin des Magazins "Runway" beherrscht sie den Modezirkus: Miranda Priestly (Meryl Streep).
Als Chefredakteurin des Magazins "Runway" beherrscht sie den Modezirkus: Miranda Priestly (Meryl Streep). (RTL)

Passt sich schnell an: Assistentin Andy Sachs (Anne Hathaway).
Passt sich schnell an: Assistentin Andy Sachs (Anne Hathaway). (RTL)

Datum: 27.02.2010

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