Von Bankstern, Zombies und Macheten
23 Jahre nach seinem unrühmlichen Ende kommt Gordon Gekko aus dem Knast und stürzt sich in die Bankenkrise; George A. Romero schickt seine Zombies in den Wilden Westen; Danny Trejo schlüpft erneut in die Rolle des messerschwingenden Machete – diesmal als Titelheld.
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Wall Street 2: Geld schläft nicht
„Nenn mich doch einfach Gordon“, grinst Michael Douglas, sich eine Zigarre anzündend, seinen zukünftigen Schwiegersohn (der unvermeidliche Shia Leboeuf) an. Ja, er ist wieder da. Frisch aus dem Gefängnis platzt Gordon Gekko mitten ins New York der sich anbahnenden Finanzkrise. Es ist das erste Sequel überhaupt, das Oliver Stone vorlegt, und es ist vermutlich seine beste Idee seit langer Zeit. Nach dem viel zu zahmen „W.“, seiner strunzblöden Castro-Liebeserklärung und seinem noch strunzblöderen 9/11-Murks kommt nun ein Film, der perfekt in die Zeit passt. Bleibt nur zu hoffen, dass Stone auf den salonlinken erhobenen Zeigefinger verzichtet und die Figur Gordon Gekko einfach machen lässt. Dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Ab 30. September im Kino.
Survival Of The Dead
Mit „Survival…“ legt George A. Romero bereits den sechsten Teil seiner Dead-Reihe vor, die 1968 mit “Night Of The Living Dead” begann. Wie schon beim Vorgänger „Diary…“ arbeitete Romero mit kleiner Crew und ohne Studio, zwar nicht mehr ganz independent, aber eben auch nicht im Big Business, das ihn, wie er sagt, unangenehm einschränkt. Teil sechs kommt als Western daher und verpackt seine Gesellschaftskritik Romero-typisch in tiefschwarzen Humor. Dass der Meister dafür wieder zahlreiche neue witzige und makabere Varianten des Zombietötens ersonnen hat, versteht sich von selbst. Auf Festivals wurde der Streifen hoch gelobt, ins Kino kommt er aber hierzulande nicht, und auch einen Releasetermin für die DVD gibt’s noch nicht. In England erscheint die Disc am 15. März, US-Kinostart ist am 28. Mai.
Machete
Eigentlich sollte der Trailer zu „Machete“, der im Tarantino/Rodriguez-Doublefeature „Grindhouse“ zu sehen war, ein Scherz sein. Er kam aber beim Publikum derart gut an, dass Robert Rodriguez tatsächlich einen Film daraus gemacht hat. Die Story spielt irgendwo im „Mariachi“-Universum. Danny Trejo mimt den Auftragskiller Machete, der einem Komplott zum Opfer fällt und fortan blutige Rache übt. Rodriguez wagt sich damit wieder an das, was er am besten kann: Trashkino im Stil der 70er auf hohem Niveau. Neben Rose McGowan, Lindsay Lohan, Michelle Rodriguez und Jessica Alba geben sich Robert DeNiro, Cheech Martin und – kein Scherz – Don Johnson und Steven Seagal die Ehre. Das Exploitation-Feuerwerk brennt ab dem 16. April. (gw)
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Wall Street - Geld schläft nicht (20th Century Fox)
George A. Romero's Survival Of The Dead (Optimum Entertainment) |
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