Joe Bonamassa: Black Rock
Joe Bonamassa, unangefochtener König der modernen Bluesgitarre, ist zurück. Auf seinem zehnten Soloalbum „Black Rock“, das am 19. März erscheint, kehrt er zu seinen Wurzeln zurück, ohne seine Entwicklung der letzten Jahre außer Acht zu lassen.
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Joe Bonamassa ist 32 Jahre alt. Verdammt jung, erst recht, wenn man bedenkt, was er schon alles erreicht hat. Es ist noch gar nicht so lange her, da kannte ihn kaum jemand, und er tourte durch kleine, dreckige Clubs und Bars. Inzwischen ist er vom Geheimtipp zum gefeierten Helden des Blues avanciert, spielt vor ausverkauften Hallen und nahm 2009 in der ehrenwerten Royal Albert Hall eine DVD auf.
Bonamassa ist unermüdlich. Pausenlos ist er auf Tour in aller Welt, erst im vergangenen Jahr veröffentlichte er unmittelbar nach der Doppelscheibe „Live from Nowhere in Particular“ sein bisher stärkstes Album „The Ballad Of John Henry“ – das die Wurzeln des Blues nicht nur im Titel trägt. Allerdings mokierten einige Kritiker, das Album sei zu ruhig. Offenbar hat Bonamassa diesen Hinweis ernst genommen. „Black Rock“, das am 19. März 2010 in einer edlen Bookstyle-Edition erscheint und nach dem Studio in Griechenland benannt ist, in dem es aufgenommen wurde, ist die perfekte Symbiose zwischen treibendem Bluesrock und entspannten Klängen. Es dürfte das Album sein, auf das alle Fans von Bonamassa insgeheim gewartet haben.
Im Vergleich beispielsweise zu Mark Selby ist Bonamassa sicher nicht der beste Songwriter. Aber er ist ein Meister seiner sechs Saiten und er hat ein Talent, das man so bisher nur bei Johnny Cash bewundern konnte: Er nimmt sich Songs anderer Künstler und macht daraus etwas gänzlich Eigenes. Auf Black Rock interpretiert er souverän Leonard Cohens „Bird On A Wire“ und Jeff Becks „Spanish Boots“. Auf seiner Version von Willie Nelsons „Night Life“ erhält er Unterstützung von einem der bis heute größten Bluesmusiker aller Zeiten: B.B. King. King hatte Bonamassa bereits in seinen Teens entdeckt und gefördert. Inzwischen ist ihm sein Schützling ebenbürtig. Das Riff der ersten Single „Blue and Evil“ ist eine offene Hommage an Jimmy Page.
„Black Rock“ schafft das Kunststück, dem Hörer alles zu bieten: Den harten, rhythmischen Bluesrock, eher melodische Stücke mit Country- und Folk-Einschlag, und auch akustische Klänge – allesamt vorgetragen in einer Virtuosität, die Ihresgleichen sucht.
Ganz nebenbei werkelt Bonamassa gemeinsam mit John Bonham an seinem Bandprojekt Black Country. Ein Longplayer ist in Arbeit. (gw)
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Black Rock von Joe Bonamassa erscheint am 19. März (Provogue Records) |
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