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Survival Of The Dead

Survival Of The Dead

Mit „Night Of The Living Dead“ hat George A. Romero 1968 als Student Kinogeschichte geschrieben. Nun kommt unter dem augenzwinkernden Titel “Survival Of The Dead” der sechste Teil der Kultreihe ins Kino – und der Altmeister ist besser denn je.

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Sechs Tage, nachdem die Toten wieder zum Leben erwacht sind, verschanzt sich eine Truppe Überlebender auf einer pittoresken Insel vor Pennsylvania. Zwei rivalisierende Patriarchen sind sich uneins, wie mit der Zombiebrut zu verfahren ist. Patrick O’Flynn (Kenneth Welsh) versucht sich in der bewährten Kopfschussmethode, während sein Rivale, der religiöse Fanatiker Shamus Muldoon (Richard Fitzpatrick) die lebenden Toten ankettet und ihnen beizubringen versucht, sich von Tier- statt von Menschenfleisch zu ernähren. Den Untoten ist das freilich herzlich egal.

Auf der anderen Seite stehen Sarge (Alan Van Sprang) und seine Marine-Truppe, denen der Zuschauer bereits im Vorgänger „Diary Of The Dead“ als plündernder Rabaukentruppe begegnet ist. Sie treffen auf O’Flynn und schließen sich ihm an.

Hier gelingt Romero das erste große Kunststück des Films: Sowohl Sarge als auch O’Flynn sind erst einmal Unsympathen. Im Verlauf der Geschichte werden einige offene Fragen gelöst, die einen schließlich gebannt mitfiebern lassen. Der obercoole Sarge gewinnt tatsächlich Tiefe. Das liegt am Drehbuch, aber auch am Darsteller: Alan Van Sprang ist ein Talent, das bisher kaum bekannt ist. Romero ist berüchtigt dafür, dass er seine Schauspieler mit sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl auswählt – um ihnen dann beim Dreh größtmögliche Freiheiten für eigene Ideen zu lassen. Die Rechnung geht auf. Diese Arbeitsweise ist auch ein Grund dafür, warum Romero schon lange nicht mehr mit großen Studios zusammenarbeitet, die am liebsten jedes noch so kleine Detail durchplanen wollen. Das schränke ihn zu sehr ein, sagt er.

„Survival…“ ist Romeros erster Western. Die Idee sei ihm gekommen, als er sich einen alten John Wayne angesehen habe. Ohne zuviel zu verraten sei gesagt, dass das Bindeglied der Story ein gutaussehender reitender Zombie ist.

Der Streifen ist eine aufwändig und mit viel Liebe zum Detail inszenierte Independentproduktion, mit der Altmeister George A. Romero einmal mehr beweist, dass er zu den Besten seines Fachs zählt. Fans werden diesen Film lieben, aber auch für Neueinsteiger dürfte er sich lohnen. Die typischen gesellschaftskritischen Untertöne und der rabenschwarze Humor haben „Survival…“ im vergangenen Jahr in Cannes einige Lobhymnen eingebracht. Wer immer mal wissen wollte, wie sich ein Zombie zum Zigarettenanzünder umfunktionieren lässt, oder warum man beim Angeln in zombieverseuchten Gewässern auch am Hinterkopf Augen haben sollte, darf sich den Film nicht entgehen lassen.

„The Crazies“, das Remake seines gleichnamigen Films von 1973, kommt bereits im April in die Kinos. Romero fungiert als Produzent und hat wieder das Drehbuch geschrieben. (gw)


Survival Of The Dead Kinoplakat (Kinostar)
Survival Of The Dead Kinoplakat (Kinostar)

Datum: 20.03.2010

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Diskussion: "Survival Of The Dead"

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