Clint Eastwood – Biographie zum 80sten
Clint Eastwood – Biographie zum 80stenClint Eastwood ist eine Kinolegende – am 31. Mai wird er 80 Jahre alt. Pünktlich dazu erscheint eine Biographie in Form eines opulenten Bildbandes, der den Schauspieler mit nur zwei Gesichtsausdrücken (mit oder ohne Hut) eindrucksvoll portraitiert. Anzeige Als 1965 die ersten Plakate für „Für ein paar Dollar mehr“ gedruckt wurden, stand Eastwoods Name noch gar nicht mit drauf. Dabei war der wortkarge Fremde spätestens seit dem 1964er Vorgänger „Für eine Handvoll Dollar“ kein Unbekannter mehr – und als Eastwoods Popularität sichtbar wurde, ließ Sergio Leone rasch eine korrigierte Version nachdrucken. Was folgte ist eine der eindrucksvollsten Karrieren im Filmgeschäft. „Blicke nie zurück, denn irgendwas könnte dich einholen“ – das sei immer sein Leitsatz gewesen, Verrät Eastwood im Vorwort. Dabei gibt es so Vieles, worauf er zurückblicken kann, beispielsweise darauf, dass er seinen Weg stets konsequent verfolgt hat: „Ich gierte danach, Regie zu führen.“ Das sei sein Antrieb gewesen, nach Europa zu gehen. Er zeigt sich dabei durchaus selbstkritisch. Ohne Titel zu nennen gesteht er ein, dass er in der Rückschau einige Projekte besser nicht realisiert hätte. Welche? fragt man sich dabei. Denn selbst frühe Regiearbeiten wie „Honky Tonk Man“ ließen das enorme Talent bereits erahnen, das im vergangenen Jahr mit „Gran Torino“ einen neuen Höhepunkt erreicht hat, von „Invictus“ gar nicht erst zu sprechen. Zwei wesentliche Fragen seien beim Film für ihn entscheidend: „Würde ich wirklich gern daran arbeiten? Und würde ich den Film selbst gerne sehen?“ Auch mit 80 Jahren sprüht Eastwood vor Tatendrang. Das Beste komme noch, sagt er, und er wolle weiter darauf hinarbeiten. Das lässt hoffen, denn Eastwood gehört zu einer Riege großer Leinwandhelden, deren Ende sich unaufhaltsam nähert. Sean Connery sich hat aufgrund seiner Krebserkrankung zurückgezogen; der „Easy Rider“ Dennis Hopper hat vermutlich nur noch wenige Monate zu leben; auch von Nicholson hört man immer weniger, und Eastwoods Weggefährte Morgan Freeman ist auch nicht mehr der Jüngste – um nur eine Handvoll zu nennen. Eastwood ist kein Mann, der in Rente geht. Solange er gesund ist, wird er weitermachen, das spürt man, und man hofft es auch. Das Buch „Clint Eastwood – Ich bin nur ein Typ, der Filme macht“ (288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Edel Verlag 2010, 49,95 €), das pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint, beinhaltet über 200 teils bisher unveröffentlichte Fotos und beleuchtet Eastwoods Leben und Wirken. Autor Richard Schickel und Eastwood selbst geben erhellende Einblicke hinter die Kulissen und zeichnen ein halbes Jahrhundert Filmgeschichte nach. (gw) |
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