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The Crazies

The Crazies

„Crazies“ erschien ursprünglich 1973 in den USA, erst 1979, nach dem Erfolg von „Dawn Of The Dead“ auch in Deutschland. Kultregisseur George A. Romero hat mit diesem Film, nur wenige Jahre nach seinem legendären Debüt „Night Of The Living Dead“, einen zweiten Film geschaffen, der aus dem Genre nicht wegzudenken ist und es nachhaltig geprägt hat. Nun hat der das Remake produziert, das zwar nicht ans Original herankommt, sich aber sehen lassen kann.

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In „The Crazies“ schlurfen keine Untoten durch die Gegend – zumindest nicht direkt. Eine Militärmaschine, beladen mit einem biologischen Kampfstoff, stürzt nahe eines verschlafenen Kaffs im amerikanischen Mittelwesten ab. Das austretende Gift verseucht das Trinkwasser und lässt die Menschen durchdrehen. Nur wenige bleiben immun. Diese Variation des Zombiestoffs war auch Vorbild für Alex Garlands Drehbuch zu „28 Days Later“, bis heute einem der besten Filme des Genres.

Nach dem recht mauen Remake von Romeros Meilenstein „Dawn Of The Dead“ entschied sich der Altmeister nun, das Szepter wieder selbst in die Hand zu nehmen und seine „Crazies“ als ausführender Produzent zu begleiten, nachdem er vor vierzig Jahren für Drehbuch und Regie verantwortlich gezeichnet hatte.

Romero selbst zählt das Original zu seinen weniger guten Filmen, da, wie er 1978 selbstkritisch anmerkte, die sozialkritische Komponente zu aufdringlich im Vordergrund stünde. Das tut sie auch in Breck Eisners Neufassung. Kaum ist die Seuche ausgebrochen, beginnen die Bürger sich gegenseitig niederzumetzeln, bis nur wenige Stunden später das Militär eingreift. Die Soldaten sind wenig zaghaft in dem Versuch, ihr eigenes Schlamassel aufzuräumen – der folgende lokale Genozid schließt auch die Mehrheit der gesunden Dorfbewohner mit ein, die kurzerhand erschossen und verbrannt werden. Eine kleine Truppe um den örtlichen Sheriff (Timothy Olyphant) versucht verzweifelt, sich zu retten – vor den infizierten Irren und vor den Militärs.

Das aber inszeniert Eisner durchaus rasant, spannend, unterhaltsam und in originellen Bildern. Einzig störend sind manche allzu platten und plakativen Dialoge, die einen unangenehm aus den Geschehnissen reißen und daran erinnern, dass man ja doch bloß im Kino sitzt. In der grassierenden Horror-Remake-Welle gehört „The Crazies“ sicher zu den besseren Filmen, an die Klassiker kommt aber auch er nicht ran. Kann man sehen, ist aber kein Muss. (gw)


The Crazies - akzeptables Remake von Breck Eisner
The Crazies - akzeptables Remake von Breck Eisner

Datum: 03.06.2010

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Diskussion: "The Crazies"

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