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Die besten Sommerfilme

Die besten Sommerfilme

Bis zu 37° ist es warm in Deutschland – und nicht jedem gefällt das. Wer nicht zu den Sonnenbetern gehört und auch nicht zu den WM-Fanatikern, sondern lieber in Ruhe und mit einem kühlen Drink filmische Highlights genießen will, ist bei uns richtig: Die Top-Sommerfilme, ausgewählt von Cineastentreff.

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Stand By Me – Geheimnis eines Sommers
„Stand By Me” (1986, Regie: Rob Reiner) ist ein Sommerklassiker, basierend auf einer Novelle von Stephen King. Vier Jungs verbringen die letzten gemeinsamen Sommerferien nach der Grundschule. Sie hören von einem Schulkameraden, der seit drei Tagen verschwunden ist, und vermutlich von einem Zug erwischt wurde, als er die Gleise passierte, und entschließen sich, seine Leiche zu suchen. Der zweitägige Marsch durch die sommerliche Landschaft entlang der Bahntrassen mitten in den 50er Jahren ist ein eindringliches Charakterspiel, das nicht nur durch die grandiose Besetzung mit River Phoenix, Richard Dreyfuss, Kiefer Sutherland und John Cusack überzeugt, sondern auch durch seine atmosphärische Dichte.

Offside
„Offside“ (2006, Regie Jafar Panahi) spielt während der Qualifikationsphase vor der Fußball-WM 2006 in Teheran. Da Frauen in Iran nur Frauenfußballspiele besuchen dürfen, verkleiden sich einige Mädchen als Jungen, um dem Spiel gegen Bahrain beizuwohnen. Aber sie werden entdeckt und von Sicherheitskräften für die Dauer des Spiels außerhalb des Stadions festgehalten. In eindringlichen Gesprächen, die sich in dieser Situation entwickeln, werden politische und Gesellschaftskritik laut, es geht um gesetzliche Zwänge, um die Rolle der Frau und um den Sport. Regisseur Jafar Panahi saß Anfang 2010 aufgrund seiner kritischen Filme einige Zeit im Teheraner Evin-Gefängnis, und konnte daher nicht als Jurymitglied dem Filmfestival in Cannes beiwohnen.

Falling Down
“Falling Down” (1993, Regie: Joel Schumacher) ist der Film, indem Michael Douglas zu einer Höchstleistung kam, die er nie wieder erreichen sollte. William Foster (Douglas) steht im Stau. Er brütet in der Hitze. Er hat seinen Job bei einem Rüstungskonzern verloren. Seine Frau hat sich von ihm aufgrund seiner Wutausbrüche getrennt. Aber er ist fest entschlossen, zum Geburtstag seiner Tochter zu erscheinen. Mit gnadenlosem Zynismus entlädt sich ein Amoklauf, der eine Blutspur quer durch Los Angeles zieht. Fosters Widersacher, der pensionierte Polizist Martin Prendergast, der schwer am Renteneintritt zu knabbern hat, wird eindrucksvoll von Robert Duvall verkörpert. „Falling Down“ ist pure Sommerhitze.

Open Water
„Open Water“ (2003, Regie: Chris Kentis) ist ein Urlaubs-Alptraum: Ein junges Paar macht einen Tauchausflug und wird aufgrund eines dummen Zufalls auf offenem Meer vergessen. Unter einer gnadenlosen Sonne treiben die beiden hilflos im Salzwasser, und die Hoffnung auf Rettung schwindet immer weiter – bis die Meeresbewohner anfangen sich für sie zu interessieren. Der intensive und kompromisslose Independent-Streifen ist ein Muss – den zweiten Teil kann man sich hingegen getrost ersparen.

Todesstille
“Todesstille” (1989, Regie: Philip Noyce) spielt ebenfalls auf dem Meer – allerdings auf einem Segelboot. Ein Paar (Sam Neill und Nicole Kidman) entdeckt ein havariertes Schiff und findet an Bord einen Überlebenden (brillant: Billy Zane), den sie zu sich an Bord nehmen. Als er sich zunehmend merkwürdig benimmt unternimmt John (Neill) heimlich einen Ausflug, um sich dessen Boot genauer anzusehen – und langsam wird ihm klar, mit wem sich die beiden eingelassen haben. „Todesstille“ ist ein beklemmendes Kammerspiel auf hoher See. (gw)


Offside von Jafar Panahi
Offside von Jafar Panahi

Todesstille - australischer Schocker
Todesstille - australischer Schocker

Datum: 05.07.2010

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