Predators

Predators

Bei der lang erwarteten Fortsetzung des spannenden Monsterklassikers wird eine Gruppe aus Soldaten und Schwerverbrechern in ein etwas anderes Dschungelcamp gesteckt. Robert Rodriguez fungiert als Produzent und Nimrod Antal ("Kontroll", "Motel") hat die Regie übernommen.

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Mit dem „Predator“ schaffte der Regisseur John McTiernan 1987 ein Monster, das in der Lage ist, sich unsichtbar zu machen und seine Beute auf diese Weise meistens ziemlich kalt zu erwischen. Einzig Arnold Schwarzenegger gelang es damals, das fiese Alien mit dem unattraktiven Gebiss in die Knie zu zwingen. Es folgte 1990 die halbwegs gelungene Fortsetzung, in der Danny Glover sich gegen die außerirdische Macht zur Wehr setzte, und die Wartezeit auf einen neuen Predator verkürzten die beiden Monster-Trash-Filme „Alien vs Predator“ und „Alien vs Predator 2“.

2010 geht es nun endlich wieder um das bekannte Katz-und-Maus-Spiel, und die Mäuse sind in diesem Fall ein paar Elite-Soldaten, Massenmörder und andere menschliche Monster, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt aus ihrem Alltag (Krieg, Drogengeschäfte oder das Absitzen in der Todeszelle) gerissen und auf einem fremden Planeten ausgesetzt werden. Der Planet selbst ist ein einziger Urwald, in dem die illustre Gruppe, die unter anderem aus Adrian Brody (Das Piano), Danny Trejo (From Dusk Til Dawn) und Topher Grace (Spiderman 3) besteht, von gleich drei Predatoren und einigen kuscheligen Predator-Hunden gejagt werden.

Die erste halbe Stunde des Films verbringen sie damit, die Umgebung samt giftiger Blumen zu erkunden und herauszufinden, dass man zu Unterhaltungszwecken in ein blutiges Spiel verwickelt wurde. Das ist auch für den Zuschauer ziemlich unterhaltsam, danach aber flacht der Film leider zusehends ab. Wenig Action, noch weniger Blut, dafür reichlich hölzerne Dialoge, sind nicht unbedingt das, was man sich von einem „Predator“-Film wünscht. Die Ersten aus der Truppe lassen ihr Leben und der Rest zieht weiter durch das Gestrüpp, läuft, rennt und jammert - so weit, so bekannt. Überraschend wird es erst wieder, als der schräge Noland, gespielt von Laurence Fishburne, auftaucht. Sogar in einem reinen Actionhorrorfilm vermag dieser großartige Schauspieler sein Talent voll zu entfalten und den Zuschauer, der gerade dabei war, den Film als einen langen ruhigen Fluss anzuerkennen, dem man beim Dahinplätschern zusieht, wieder aufzuwecken. Schade, dass der verrückte Noland, der aus einer früheren Truppe „Mäuse“ stammt und es geschafft hat, sich zu verstecken, nur ein kurzes Gastspiel hat. Der leicht schizophrene Retter zündet das eigene Versteck in der ersten Nacht, in der er den Überlebenden Unterschlupf gewährt, noch an und wird der Gerechtigkeit wegen natürlich auf der Flucht vor den Predators, die durch das Feuer angelockt auftauchen, in Stücke geschossen.

Nach diesem Weckruf wechselt der restliche Film dann zwischen ein paar spannenden Szenen, einigen Anflügen vom Charme eines gelungenen B-Films und leider auch unfreiwillig komischen Augenblicken. Wenn sich der Schwertkampfmeister und der Predator ein albernes Harakiri-Duell liefern, wünscht man sich, man könnte das Drehbuch spontan umschreiben oder den Autoren Alex Litvak und Michael Finch wenigstens mal vors Schienbein treten.

Was man dem Film zu Gute halten kann ist die Tatsache, dass er nicht völlig in die Hose gegangen ist und hier und da sogar Spaß macht. Den Schauspielern ist nichts vorzuwerfen, auch Adrian Brody überzeugt in einer für ihn untypischen Rolle als zynischer, abgebrühter Söldner, die Tricktechnik ist sauber und der Regie kann man zumindest solides Handwerk bescheinigen – das Ergebnis dieser Mischung hätte richtig gut werden können, aber leider gibt es neben den spannenden Momenten auch die langweiligen Momente und die Szenen, in denen man die ziemlich krude Story gerne selbst in die Hand nehmen würde. Ein bisschen mehr Action, weniger überflüssige Dialoge und ein etwas geradlinigeres Drehbuch hätten dem Film sicher gut getan.

Katja Kutsch


Predators: Die Fortsetzung kann mit McTiernans Schwarzenegger-Spektakel von 1987 nicht mithalten
Predators: Die Fortsetzung kann mit McTiernans Schwarzenegger-Spektakel von 1987 nicht mithalten

Datum: 22.07.2010

Diskussion: "Predators"

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