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Knight And Day

Knight And Day

Cruise und Diaz – diese Kombination wäre nicht zum ersten Mal erfolgreich, und „Knight And Day“ dürfte wohl oder übel zum Sommerblockbuster werden, denn die Agentenactionkomödie von James Mangold ist typisches Popcornkino, das man sich trotz einer Kaskade von Schwächen und filmischen Peinlichkeiten antun kann.

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James Mangold als Regisseur einzuordnen ist schwierig. Er hat sich auf Hollywood-Popcornkino spezialisiert, aber die Qualität seiner Filme ist durchwachsen. Nach dem großartigen Johnny-Cash-Biopic „Walk The Line“ leistete er sich den grauenhaften Rohrkrepierer „Todeszug nach Yuma“ – eine Westernklamotte, die nur so strotzte vor Drehbuch- und Inszenierungspeinlichkeiten. Wer es bis zum Ende ausgehalten hat, der hielt sich vor Lachen den Bauch angesichts all der unfreiwilligen Komik.

Vielleicht hat er sich diesmal gedacht, dass man mit Cruise und Diaz nicht viel falsch machen kann. Die beiden sind der Inbegriff simpler, geradliniger Unterhaltungsware, stehen für massentauglichen Witz und hochgestylte Action. Freilich tun sie das auch diesmal. Cruise spielt einen abtrünnigen Agenten, der irgendein Dingsbums, das als Mittel zum Zweck dient, vor zwei verfeindeten Geheimdiensten beschützen soll. Während er sämtliche Insassen eines Flugzeugs niedermäht lernt er eine junge Mechanikerin (Diaz) kennen, und weil die nun weiß, was er im Schilde führt, darf er sie nicht mehr aus den Augen lassen. Nach Einsetzen des Stockholm-Syndroms ziehen beide wild um sich ballernd um die Welt. Das ist alles. Mehr gibt es zum Inhalt nicht zu sagen; im Grunde gibt es gar keinen Inhalt.

Jumbojets werden in Kornfeldern notgelandet, es gibt rasante Autobahnverfolgungsjagden, Motorradverfolgungsjagden, Stierverfolgungsjagden und Verfolgungsjagden zu Fuß. Es wird viel geschossen und es fliegt viel mit großem Radau in die Luft, und um auch mal Atem holen zu können, darf man zwischendurch in einer sonnigen Strandszene, die stilistisch wirkt wie eine Eiscremewerbung, die perfekten Körper der Hauptdarsteller begaffen. Cruise und Diaz lächeln und grinsen ohne Unterlass, und selbst wenn Cruise gerade mal wieder irgendwo heruntergefallen ist, so dass man theoretisch um jeden seiner Knochen bangen müsste, sitzen Frisur, Kleidung und die obligatorische Sonnenbrille perfekt. Natürlich ist auch das alles unfreiwillig komisch, aber „Knight And Day“ hat etwas, das dem „Todeszug“ fehlt: Der Film nimmt sich nicht ernst. Er ist eine Komödie, und er versucht auch gar nicht, etwas anderes zu sein.

Genau das ist es, was den Schinken rettet: Das dümmliche Drehbuch ist mit ausreichend witzigen Dialogen angereichert, um tatsächlich unterhaltend und kurzweilig zu sein. Was aber unverzeihlich ist, ist Mangolds Versuch, CGI-Effekte in die SFX-Inflation einzubauen, die ganz offensichtlich sein Budget sprengten. Ursprünglich sollte eine Stierhatz in Spanien mit echten Stieren gedreht werden, doch nach mehreren Unfällen sagte der zuständige Bürgermeister ab. Mangold wollte dennoch nicht auf die Szene verzichten – und lies Pixelstiere einbauen, die heute selbst in einem Videospiel als Dilletantismus durchfallen würden. (gw)


Knight And Day: Tom Cruise und Cameron Diaz lassen es krachen
Knight And Day: Tom Cruise und Cameron Diaz lassen es krachen

Datum: 22.07.2010

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Artikel ID 90000296

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