„Autonomie und Selbstbestimmung“ ist das Thema 2011 des Kalenders der Gesellschaft für bedrohte Völker. Wie schon 2010 veröffentlicht die Nichtegierungsorganisation einen reich bebilderten Kalender, der von lesenswerten und informativen Textbeiträgen ergänzt wird.
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„Die faszinierende Vielfalt und exotische Farbigkeit fremder Kulturen ziehen uns immer wieder in ihren Bann. Doch um ihre einzigartige kulturelle Identität zu bewahren, müssen viele Völker und Gemeinschaften um ihre Anerkennung und ihr Recht auf Selbstverwaltung kämpfen. Deshalb ist das Thema „Autonomie und Selbstbestimmung“ das Leitmotiv des Bildkalenders „Lebenszeichen“ von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) für das Jahr 2011“ heißt es von Seiten der Pressestelle der GFBV, und weiter: „Die Bestrebungen eines Volkes nach regionaler Autonomie werden von Regierungen oft mit großem Argwohn verfolgt, obwohl die UNO sich immer wieder für Minderheitenrechte einsetzt.“
Mit ihren farbenprächtigen, außergewöhnlichen Motiven schaffen die verschiedenen Hochglanzbilder des Kalenders ein Mosaik von indigenen Völkern aus aller Welt. Sie zeigen Ureinwohner in traditionellem Gewand bei hitzigen Debatten mit „Anzugträgern“ oder fangen die Atmosphäre bei typischen Dorfversammlungen ein. Unter den 13 hochwertigen DinA3-Kalenderblättern gibt es aber auch Porträts und Momentaufnahmen aus dem Alltag vor grandioser landschaftlicher Kulisse. Auf den Rückseiten schildern Betroffene Probleme, Erfolge oder Rückschläge im Ringen um ein selbstbestimmtes Leben.
Die 1970 gegründete Organisation setzt sich weltweit für die Menschenrechte und insbesondere für religiöse und ethnische Minderheiten ein. Ihre Arbeit wird von zahlreichen Intellektuellen von Weltrang unterstützt, darunter Günter Grass, Luise Rinser, Robert Jungk und Rupert Neudeck. Auch der Philosoph Ernst Bloch zählte bis zu seinem Tod im Jahr 1977 zu den Befürwortern der Menschenrechtler. Zur Zeit protestiert die GFBV massiv gegen die restriktive Roma-Politik der Regierung Sarkozy in Frankreich. (gw)
Weitere Informationen unter www.gfbv.de
Lebenszeichen 2011 - Der Kalender der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
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