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Eat Pray Love Soundtrack

Klassiker zum Selbstfindungsfilm

Ein Buch über eine frustrierte Ehefrau, die sich auf Drängen ihres Mannes aufmacht in die weite Welt, zur Sinnsuche, zur Suche nach sich selbst. Zielgruppe: Frustrierte Hausfrauen. Merkmal: Bestseller (natürlich). Man muss das nicht lesen. Man muss auch den grenzbanalen Film mit Julia Roberts (natürlich) nicht sehen. Der Soundtrack ist zwar hörbar – wirkt aber ein wenig lieblos und bringt nichts wirklich Neues.

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Rock, Soul, Weltmusik, Oper, Bossa Nova – all das zusammengewürfelt auf einer CD und so ausgewählt, dass es überraschenderweise doch irgendwie zusammenpasst. Wenn man den furchtbar schmalzigen Film nicht gesehen hat, muss man auch nicht dagegen ankämpfen, dass die Klänge dessen Bilder ins Gedächtnis rufen.

Zuerst ins Auge fällt der Track „Better Days“ von Eddie Vedder (Pearl Jam). Der Esoterik-Grunger hat schon im vergangenen Jahrhundert seine Liebe zur Filmmusik entdeckt und erst jüngst 2007 Sean Penns Selbstfindungsepos „Into The Wild“ seine Stimme und Akkorde geliehen, was ihm einen Golden Globe und eine Grammy-Nominierung einbrachte. „Better Days“ schwimmt musikalisch auf derselben Welle, was dem Song aber keinem Abbruch tut. Er hätte genauso gut auf dem Soundtrack zu „Into The Wild“ drauf sein können. Sonderlich originell war Vedder noch nie, aber dafür eingängig und gut.

Ergänzend gibt es Stücke von Young, Marvin Gaye, Sly & the Family Stone und Josh Rouse. Allzu große Überraschungen sollte man aber nicht erwarten. Young steuert mit „Heart Of Gold“ und „Harvest Moon“ Altbekanntes bei, und auch Gato Barbieris „Last Tango In Paris“ wird – nicht zum ersten Mal auf einem Soundtrack – recycelt. Dass dies von der Arie aus Mozarts „Zauberflöte“ komplementiert wird, ist fast schon folgerichtig. Hinzu kommt auf westliche Ohren abgestimmter Weltmusik-Pop.

Unterm Strich bleibt eine zwar hörbare aber doch reichlich banale Liedersammlung, deren Anspruch den des Films nicht übersteigt. Kann man – inklusive Eddie Vedder - nebenbei hören oder auch im Fahrstuhl. (gw)


Eat Pray Love Soundtrack
Eat Pray Love Soundtrack

Datum: 04.10.2010

Diskussion: "Eat Pray Love Soundtrack"

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