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Yello By Yello – The Anthology

Umfangreiche limitierte Werkschau

„Yello By Yello“ – der Titel ist Programm, sagt das Schweizer Musikerduo. Es sei deren ureigendste Zusammenstellung derjenigen Tracks, die ihren Urhebern am besten gefallen. Während die reguläre Version lediglich die Singles-Collection beinhaltet, bietet die Limited Edition neben drei proppenvollen CDs auch noch die Videos auf DVD. Kult ist die Box unter Fans jetzt schon: Die erste Pressung enthielt einen Fehler.

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Anstelle von „Lost Again“ erklingt auf der dritten CD, der Singles Collection, das Stück „Desire“ – das somit zweimal enthalten ist. Die einen finden das ärgerlich, die anderen reiben sich schon die Hände angesichts eines Sammlerstücks – denn spätere Pressungen der ohnehin limitierten Box haben den Fehler nicht mehr.

Die jüngeren Generationen mögen bei dem Begriff „Yello“ an eine Tochterfirma eines berüchtigten Stromriesen denken. Alle anderen denken an das „yelled hello“, das namensgebend ist für das Musikprojekt von Dieter Meier und Boris Blank. Die beiden gründeten es 1978. Neben Kraftwerk gelten Yello als die Pioniere deutscher Elektromusik, Größen wie Westbam geben an, von ihnen inspiriert zu sein – ebenjener coverte in den 90ern den Yello-Hit „Bostich“. Mit „Yello By Yello – The Anthology“ veröffentlichten die beiden nun eine umfassende Werkschau, die neben fast allen Hits auch eine sehr persönliche Zusammenstellung ist. Blank ging dafür extra noch mal ins Studio, um jeden einzelnen Song zu remastern – das Ergebnis ist ein druckvoller moderner Sound, der manches Stück, das bereits ein wenig angestaubt war, ins 21. Jahrhundert befördert.

Trotz aller Nostalgie trägt gerade der auf heutige Standards gehobene Sound dazu bei, dass stark ersichtlich wird, wie sehr Yello doch Einfluss auf die nach ihnen kommende Musikergeneration genommen hat. Wenn man sich all den derzeitigen Pop-Schmonzes mal wegdenkt, kann man sich gut vorstellen, wie Yello im Jahr 2010 bei EinsLive gespielt würden und in den Gehörgängen des Publikums hängen bleiben – ganz so wie damals in den Achtzigern.

Ergänzt wird die wirklich hörenswerte Limited Edition von einem umfangreichen, ansehnlich aufgemachten Booklet. Sicher, manch eingefleischter Fan wird auch hieran etwas auszusetzen haben, weil ein paar Songs und Videos fehlen. Man sollte aber im Auge behalten, dass diese Anthologie von den Machern selbst kompiliert wurde und nicht von der Plattenfirma. Sie werden sich bei den Auslassungen etwas gedacht haben. (gw)


Yello By Yello - The Anthology: Umfangreiche Werkschau (Universal Music)
Yello By Yello - The Anthology: Umfangreiche Werkschau (Universal Music)

Datum: 27.11.2010

Diskussion: "Yello By Yello – The Anthology"

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