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Ein gefährlich lustiger AuftragBrad Mirmans Regiedebüt „Crime Spree“ von 2003, das nun auf DVD neu aufgelegt wird, ist ein echter Geheimtipp. Wer Tarantino & Co mag, wird an dem originellen Streifen um eine glücklose Truppe französischer Gangster in Chicago seine Freude haben. Anzeige Daniel (Gerard Depardieu) und seine Jungs sind nicht vom Pech verfolgt, sie sind schlicht zu dusselig. Sie versemmeln ein krummes Ding nach dem anderen. Aber ihr Boss, der zwielichtige Nachtclubbetreiber Bastaldi (Richard Bohringer) gibt ihnen eine letzte Chance. Er schickt sie nach Chicago, um dort ein reiches Ehepaar auszurauben. Dumm nur, dass die aus höchst skurrilen Charakteren zusammengewürfelte Chaotentruppe stattdessen ins Haus von Mafiaboss Frankie Zammeti (Harvey Keitel) einbricht – und zur Flucht vor Zammeti und dem FBI, das Zammeti observiert, ausgerechnet den Wagen eines mexikanischen Gangleaders klaut. Dumm auch, dass sie nicht nur Geld klauen, sondern auch einen Stapel Tapes, auf denen Zammetti zu hören ist, wie er den Sturz des Paten Giancarlo (Abe Vigoda) plant – und die er freilich schnellstens wiederhaben will. Welche Rolle ein geklauter Van Gogh bei all dem spielt, und wer welche Ziele verfolgt, das erfährt der Zuschauer erst am Ende von 98 rasant inszenierten Minuten, die nur so strotzen vor coolen Sprüchen, trockenem Galgenhumor und unzähligen Anspielungen auf cineastische Vorbilder, allen voran Quentin Tarantino und Guy Richie. Mit gerade mal zehn Millionen Dollar Produktionskosten gehört der hochkarätig besetzte Streifen eher in den Low-Budget-Bereich, zumindest wenn man US-Maßstäbe heranzieht. Das sieht man dem Film allerdings in keinem Moment an. Rasanter Schnitt, innovative Kameraarbeit, ein großartiges Drehbuch und die enorme Spielfreude der Darsteller machen „Crime Spree“ zu einem beachtlichen Debüt und einem Genre-Kleinod, das hoffentlich noch viele Zuschauer findet. (gw) |
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