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Der talentierte Mr. Ripley(tsch) "Ein Talent hat jeder Mensch", glaubt Dickie Greenleaf (Jude Law). "Unterschriften fälschen, Lügen erfinden, so gut wie jeden imitieren" - Tom Ripley (Matt Damon) verfügt über gleich drei herausragende Fähigkeiten, die er wohl bedacht einzusetzen weiß. Patricia Highsmiths Kriminalroman "Der talentierte Mr. Ripley" wurde schon einmal verfilmt: 1959 von René Clement unter dem Titel "Nur die Sonne war Zeuge". Alain Delon spielte den Ripley als eiskalten Killer, der am Ende seine gerechte Strafe erhält. Anthony Minghella, Oscarpreisträger für "Der englische Patient", wählte 1999 eine andere Herangehensweise. Sein Ripley ist ein Getriebener, der sich mehr und mehr im Netz seiner Lügen verstrickt. kabel eins zeigt den Film nun wieder einmal im Fernsehen. Anzeige In seinem unbedingten Verlangen nach gesellschaftlicher Anerkennung ähnelt Ripley dem Klatschreporter Marcello Rubini (Marcello Mastroianni) in Federico Fellinis Klassiker "Dolce Vita"(1959). Beide sind nur Zaungäste der mondänen Bussi-Gesellschaft, die sich selbstverliebt im Kreis dreht und Außenstehende mit Verachtung straft. Ist es Zufall, dass sowohl Fellinis römischer Narrenreigen als auch Cléments Outsider-Drama im selben Jahr entstanden? Ripley ist mit klaren Anweisungen nach Italien gekommen. Im Auftrag von Dickies Vater soll er den verlorenen Sohn zurück in die Staaten bringen. Doch es kommt anders - ganz anders. Die beiden jungen Männer verstehen sich auf Anhieb prächtig. Zusammen mit Dickies Verlobter Marge (Gwyneth Paltrow) genießt man das dolce far niente. Doch als Ripley seinen neu gewonnenen Freund im Affekt tötet, reift in ihm ein teuflischer Plan. Während Clément delikate Themen wie das homoerotische Verhältnis zwischen Dickie und Ripley weitgehend außer Acht ließ - ein zu heißes Eisen für die damalige Zeit - arbeitet Minghella in seiner Neufassung die entsprechenden Untertöne behutsam heraus. Die Blicke, die beide wechseln, verraten viel, selbst wenn es der Regisseur sonst bei Andeutungen belässt. Mit viel psychologischem Gespür zeichnet Minghella Ripleys Weg vom charmanten Tunichtgut und Hochstapler zum kaltblütigen Mörder nach. "Besser ein falscher Jemand als ein echter Niemand" - das ist Ripleys Motto, für das er über Leichen geht. "Den Wunsch der Gesellschaft nach Gerechtigkeit finde ich langweilig und künstlich", hat Patricia Highsmith einmal gesagt. Auch bei Minghella kommt Ripley ungeschoren davon. Das Einzige, was ihn verfolgen könnte, ist sein schlechtes Gewissen. Gwyneth Paltrow wird in einem Film über Marlene Dietrich die Hauptrolle und die Produktion übernehmen. Das Biopic wird auf den Memoiren von Marlene Dietrichs Tochter Maria Riva basieren. Das endgültige O.k. kam von Dietrichs Enkel Peter Riva, der die Schauspielerin für eine sehr gute Wahl hält. Wann die erste Klappe fällt, ist noch unklar. Frank Rauscher |
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