logo
Anzeige
Cineastentreff Kino Film Inside - Film-News, Portraits und Interviews Kino Film Arnold Schwarzenegger: Raus aus der Politik…

Arnold Schwarzenegger: Raus aus der Politik…

…und zurück ins Filmgeschäft?

Im Januar 2011 endet die zweite Amtsperiode von Arnold Schwarzenegger als Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien. Schon beginnen die Spekulationen, on der „Terminator“-Darsteller ins Filmgeschäft zurückkehren wird.

Anzeige

 

Acht Jahre lang war Arnold Schwarzenegger Gouverneur von Kalifornien. Im Grunde hat der Mann alles erreicht. Der Einwanderer aus Österreich wurde sechsmal als Mister Universum auf den Bodybuilding-Thron gehoben, wurde danach als Schauspieler zur festen Institution in Hollywood, und spätestens mit James Camerons „Terminator“ (1984) wurde er zur Leinwandlegende. Trotz einiger schwächerer Darbietungen spielte er in diversen Actionfilmen, die wegweisend waren für das Genre und bis heute ihren Status haben, darunter auch in John McTiernans oft kopiertem aber nie erreichten „Predator“ (1986). Sogar als Regisseur trat er in Erscheinung: Er dirigierte eine Episode der „Geschichten aus der Gruft“, sowie den Spielfilm „Christmas in Conneticut“ (1992). Nebenbei schrieb er Sport-Ratgeber für Kinder und Jugendliche und engagierte sich für soziale Einrichtungen; er gestand, in seiner Zeit als aktiver Bodybuilder Steriode genommen zu haben und wies auf die schädliche Wirkung hin, die er am eigenen Leib erfahren musste. Er hat einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und ist Anteilseigner der Fast-Food-Kette Planet Hollywood. Er trägt den Ehrendoktor der University Of Wisconsin und wurde von der Simon-Wiesenthal-Stiftung für seine Unterstützung der Holocaust-Forschung geehrt.

Nach dem an sich überflüssigen dritten „Terminator“ im Jahr 2003 wechselte er mit großen Versprechungen in die Politik: als Gouverneur wollte er den komplett heruntergewirtschafteten Bundesstaat Kalifornien sanieren. Den zweifachen Wahlgewinn hatte er zweifelsfrei seiner Popularität als Schauspieler zu verdanken. Aber seine Bilanz ist mäßig. All der Glanz, den er sich zuvor erarbeitet hatte, so scheint es, ist in der Politik verloren gegangen. Dieses dreckige Geschäft scheint dazu geeignet, jeden zu korrumpieren. Obwohl Schwarzenegger nicht immer auf der Linie des Despoten George W. Bush war, vertrat er doch in lokalen Bereichen eine strikt republikanische Politik – so segnete er Todesurteile ab und verweigerte eine Begnadigung. In der Umweltpolitik wiederum blieb er hart und stellte sich vehement gegen die laxe Linie in Washington – obwohl die USA das Kyoto-Protokoll nicht ratifizierten, setze er es in wesentlichen Teilen für Kalifornien um. Einen faden Nachgeschmack verstärkte er zum Ende seiner Amtszeit noch: Schon in den letzten Jahren war aufgefallen, dass er Bekannten und eigenen Weggefährten hochdotierte Jobs auf Steuerzahlerkosten zuspielte; das wiederholte er in den letzten Tagen laut Medienberichten. Zudem bleibt Kalifornien mit einem immensen Staatsdefizit zurück – ein Schuldenberg aufgrund von Misswirtschaft, der den durch die internationale Finanzkrise gebeutelten Staat noch weiter in den Abgrund reißen kann, wenn es der Nachfolgeregierung nicht gelingt, tragfähige Lösungen zu finden.

Die große Frage lautet nun: Was kommt? Schwarzenegger ist wandelbar. Er hat sich in seiner langen Karriere den verschiedensten Themen gewidmet, und außer der Politik war er nahezu immer erfolgreich. Er gilt als ehrgeizig und vielseitig interessiert. Auch während seiner Amtszeit hatte er immer mal wieder kleinere Rollen in Kinofilmen übernommen, zuletzt in „The Expandables“. Es geht das Gerücht, er wolle wieder mit „Terminator“-Regisseur James Cameron zusammenarbeiten; dass er es sich durchaus vorstellen kann, auf die Leinwand zurückzukehren, hat Schwarzenegger mehrfach geäußert. Die große Frage ist: In welcher Rolle. Der harte Actionhaudegen wäre in seinem Alter wahrscheinlich eher albern, und das Zeug zum Charakterdarsteller hat er nicht. Beides dürfte ihm selbst bewusst sein. Es bleibt daher spannend. Eines steht fest: Er wird mit Sicherheit seinem Motto „I’ll be back“ treu bleiben. (gw)


Kehrt Arnold Schwarzenegger auf die Leinwand zurück? (Bild: Archiv)
Kehrt Arnold Schwarzenegger auf die Leinwand zurück? (Bild: Archiv)

Datum: 03.01.2011

Diskussion: "Arnold Schwarzenegger: Raus aus der Politik…"

Um eine Diskussion zu "Arnold Schwarzenegger: Raus aus der Politik…" zu beginnen melden Sie sich bitte im Forum an. Wenn Sie noch nicht registriert sind, können sie sich jetzt registrieren um an den Diskussionen teilzunehmen.
Artikel ID 90000466

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:

    Der Baader Meinhof Komplex
    Obwohl "Der Baader Meinhof Komplex" die Verfilmung eines Sachbuchs ist, wurde der Film sehr opulent und bombastisch inszeniert. Es verwundert also kaum, dass er ins Rennen um den Auslands-Oscar geht. Das ...

    Nordwand: deutscher Bergfilm
    Das deutsche Bergdrama „Nordwand“ beruht auf einem wahren Fall: Im Sommer 1936 zogen vier junge Männer los, um die gefürchtete Eiger-Nordwand zu besteigen. Sie starben im Schnee. Ein großes Drama, das ...

    Johanna Wokalek ist das einzig Gute an "Die Päpstin"
    Die große deutsche Produktion „Die Päpstin“ wurde der Presse lange vorenthalten. Als man sie nun endlich sehen durfte, sah man den Grund dafür. Kitsch, melodramatische Musik-Untermalung, unzählige Klischees ...

    Terror-Action: "Der Baader Meinhof Komplex"
    Produzent Bernd Eichinger erklärt die RAF: "Der Baader Meinhof Komplex" ist Zeitgeschichte für jedermann, ohne Meinung und Wertung. Die Verfilmung des gleichnamigen Sachbuch-Bestsellers von Ex-Spiegel-Chef ...


 
Anzeige
livedome
Konzert-DVD im Stream
Gentleman
Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream

Anzeige
.
Partner von Fantastic Zero


itemid = 110 - id = 8763 - task = view - option = com_content - limitstart= 0