|
| ||||||||
| |||||||||
Klamauk vom ReißbrettMit „Hangover“ hatte Regisseur Todd Phillips einen Welterfolg – und sogar die deutsche Presse bejubelte das Buddy-Movie, das zwar wenig originell war, aber wenigstens über annehmbaren Slapstick verfügte. Vor dem zweiten Teil schnappte Phillips sich Hangover-Waldschrat Zach Galifianakis und Robert Downey Jr., verpflichtete einige große Namen (Juliette Lewis, Jamie Foxx) für Nebenrollen, und versuchte, den Erfolg zu wiederholen. Das Ergebnis ist albernster Klamauk nach Schema F. Anzeige Der Architekt Peter (Downey) ist beruflich in Atlanta und will nach Los Angeles zurückfliegen, denn in wenigen Tagen steht die Geburt seines Sohnes an. Die Pläne werden ihm mächtig durchkreuzt von dem kauzigen Möchtegernschauspieler Ethan (Galifianakis), der erst einen Crash mit Peters Limousine verursacht und dann an Bord des Fliegers so viel Stress auslöst, dass beide die Maschine verlassen müssen – und auf der No-Fly-Liste landen. Ethan nimmt sich einen Mietwagen und Peter hat das auch vor. Blöd nur, dass neben seinem Gepäck auch seine Brieftasche an Bord geblieben ist. Kein Geld, kein Ausweis, kein Führerschein. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit Ethan und dessen Mops zu fahren. Als wären Ethans Redseligkeit und seine nervigen Marotten nicht genug, hat er auch noch die Asche seines Vaters in einer Kaffeedose dabei, die er in den Grand Canyon streuen will. Ein Umweg von knapp 300 Kilometern. Und ein weiterer Zwischenstopp ist unumgänglich, denn Ethan ist das Gras ausgegangen, und eine Reise ohne stoned zu sein macht ihm keinen Spaß. Was beginnt wie ein Anti-Buddy-Movie, ist von Anfang an recht vorhersehbar. Am Ende all der wilden, absurden und meist unerträglich überdrehten Abenteuer werden die beiden natürlich Freunde, und natürlich wendet sich das Blatt, so dass es plötzlich Ethan ist, der Peter aus der Scheiße holt, anstatt umgekehrt, und natürlich sorgt Ethan auch dafür, dass Peter die Geburt seiner Tochter nicht verpasst. Was sonst? Nichts sonst, leider. Ein Hollywoodfilm nach Standardschema, wie wir sie schon tausendfach in den Videotheken stehen haben, angefüllt mit Schenkelklopfern, frei von jeglicher Originalität. Das reißen auch die guten Darsteller nicht mehr raus. Unser Fazit: Verzichtbar. (gw) |
|
![]() Konzert-DVD im Stream ![]() Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream |