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Ein musikalisches FamilientreffenDas 2002 aufgenommene „Concert For George“ erreichte in Deutschland Gold und wurde 2004 mit einem Grammy in der Kategorie „Best Long Form Music Video“ ausgezeichnet. Nun erscheint es zum ersten Mal als BluRay-Doppeldisc mit erweitertem Inhalt. Anzeige George Harrison galt als der „stille Beatle“ und stand oft im Schatten seiner extrovertierteren Kollegen Paul McCartney und John Lennon, ein grandioser Songschreiber aber war er allemal. Ein Namen machte er sich nach den „Beatles“ vor allem dadurch, dass er seinen Stil durch den Einsatz orientalischer Instrumente und den Einfluss indischer Musik erweiterte. Im Jahr 2001 starb Harrison im Alter von 58 Jahren an Krebs. Am 29. November 2002, dem ersten Todestag, fand ein von seiner Witwe Olivia Harrison und Eric Clapton organisiertes Konzert zu Ehren des Verstorbenen statt, dass weltweit begeistern konnte. Kein Wunder, bei der Vielzahl an musikalischer Genialität, die sich hier auf der Bühne versammelte, darunter Eric Clapton, Jeff Lynne, Sir Paul McCartney, Tom Petty, Sam Brown und Ringo Starr, die zweieinhalb Stunden lang viele von Harrisons bekanntesten Kompositionen sowie einige seiner Lieblingssongs spielten. Den passenden Rahmen für das musikalische Großereignis bot die ehrwürdige Royal Albert Hall, die zu Beginn in gedämpftes Licht gehüllt an einen indischen Tempel denken lässt. In Saris gehüllte Musiker sitzen vor ihren Instrumenten und warten auf Eric Clapton, der den Abend verbal einleitet. Fast ein wenig schüchtern steht er hinter dem Mikrofon und bereitet die Zuschauer darauf vor, was sie in den nächsten Stunden erwartet: ein Tributkonzert für den unvergessenen George Harrison, und genau das gerät atmosphärisch zu einem Familientreffen, bei dem die Mitglieder sich zusammensetzen, um gemeinsam zu musizieren. Ein wunderbares Ereignis, bei dem man sich auch im Fernsehsessel stimmungsvoll berauscht fühlt, und vielleicht liegt der Rausch ja auch ein wenig in der Magie der indischen Klänge begründet, die das Konzert schließlich eröffnen. Der Musiker und Komponist Ravi Shankar, der Harrison einst das Spielen der Sitar beibrachte, und seine Tochter Anoushka beweisen zusammen mit ihren indischen Musikerkollegen ihr Können. Bevor es nach einigen samtigen Sitarklängen etwas rockiger weitergeht, sorgt die Truppe von Monty Python mit musikalisch untermalten Sketchen für gute Laune. Es darf über blanke Hintern bei „Sit on My Face“ und schräge Grimassen beim „Lumberjack Song“, der samt Mountie-Chor inklusive Gaststar Tom Hanks zum Besten gegeben wird, gelacht werden, was sicher auch in Harrisons Sinn gewesen wäre. Wer es noch nicht wusste: George Harrison hat einige der grotesk-komischen Monty Python-Filme, wie zum Beispiel „Das Leben des Brian“ mitproduziert. Natürlich ist Harrison aber nicht nur Filmproduzent gewesen, sondern er war vor allem ein Mitglied der „Beatles“ und genau die dürfen an einem solchen Abend nicht fehlen. Paul McCartney und Ringo Starr, für die es spontane Standing Ovations gibt, geben sich die Ehre, und vor allem Ringo Starr sorgt mit seiner leidenschaftlichen Darbietung des Songs „Photograph“ für eines der Highlights. Noch mitreißender wird es aber bei den Songs, bei denen die Bühne fast zu eng wird und sich die gesamte All Star-Band samt Eric Clapton und Harrisons Sohn Dhani versammelt, um berühmte Harrison-Songs wie „Give Me Love (give Me Peace On Earth)“ oder „Here comes the sun“ zu spielen. Viel Leidenschaft beweisen dabei auch Tom Petty & The Heartbreakers, die nach einer ordentlichen Darbietung von „Taxman“ und „I need you“ bei dem Song „Handle with Care“ einen weiteren unvergessenen Moment schaffen. Insgesamt bildet das Tribute-Konzert ein sehr würdiges Denkmal für den Verstorbenen. Dazu bieten die Extras viel Interessantes zu den Hintergründen. Auf der zweiten Disc befinden sich unter anderem zahlreiche Backstage-Aufnahmen, Sepcials zu den Vorbereitungen, Features über die All-Star Band und über Ravi Shankar und sein Orchester sowie einige Interviews mit den Mitwirkenden. Die Reinerlöse der Blu-Ray „Concert For George“ gehen übrigens an die Stiftung „Material World Charitable Foundation“, die Harrison im Jahre 1973 gegründet hatte, um den musikalischen Nachwuchs und alternative Lebensmodelle in Entwicklungsländern zu fördern. Katja Kutsch |
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![]() Konzert-DVD im Stream ![]() Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream |