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Mel Gibson kehrt vor die Kamera zurückLange ist es her, dass Mel Gibson sich radikal von der Schauspielkunst verabschiedete. Er verdingte sich als Regisseur, drehte den Skandalfilm „Die Passion Christi“ und das Meisterwerk „Apocalypto“. Privat sorgte er mit antisemitischen Tiraden, Alkoholproblemen und Beziehungschaos für Schlagzeilen. In „Der Biber“ spielt er nun an der Seite von Jodie Foster eine skurrile Persönlichkeit… Anzeige Jodie Foster spielt nicht nur in der Tragikomödie, sondern führte auch Regie. Der Leiter einer Spielzeugfirma, Walter Black (Mel Gibson) ist depressiv, und zunehmend ist er nicht mehr in der Lage, seinen Alltag zu meistern oder mit anderen Menschen zu kommunizieren. Eines Tages findet er im Müll eine Biberpuppe, die er fortan für sich sprechen lässt. Überall hin nimmt er den Biber mit, er begleitet Walters kompletten Alltag. Anfangs begegnet man ihm mit Ablehnung, nach und nach aber akzeptiert sein Umfeld die seltsame Marotte. Doch Walters Leben gerät aus den Fugen. Der Biber scheint ein Eigenleben zu entwickeln… Der Film ist unterhaltsam, vor allem durch die zahlreichen skurrilen Situationen, die dadurch entstehen, dass Walter ständig durch den Biber spricht, sogar an der Arbeit oder im Restaurant, und Gibson spielt das Ganze ziemlich überzeugend. Dennoch bleibt am Ende ein fader Nachgeschmack. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Macher nicht so richtig wussten, wohin sie mit dem Streifen wollen. Zu viele an sich gute Ideen werden miteinander vermengt, eine klare Linie geht ebenso unter wie eine klare Haltung zu Krankheiten wie Depression und Schizophrenie… (gw) |
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