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Lebe lieber ungewöhnlich(tsch) Am 19. Mai 2005 endete das wohl größte Fan-Martyrium der Filmgeschichte. Dann - endlich! - kam die dritte und wohl auch letzte "Star Wars"-Episode weltweit in die Kinos. Wieder mit dabei: Ewan McGregor, der sich als Jedi-Meister Obi Wan Kenobi spektakulär in Hollywoods Oberliga gekämpft hat. Und wenige Wochen später hatte der gebürtige Schotte im Sci-Fi-Thriller "Die Insel" schon wieder eine große Hauptrolle. An so ein Standing war 1997 - selbst nach dem Überraschungserfolg von "Trainspotting" - freilich noch lange nicht zu denken. Also tat sich McGregor abermals mit seinem Entdecker Danny Boyle ("The Beach") zusammen und drehte mit ihm die skurrile Liebeskomödie "Lebe lieber ungewöhnlich", die RTL II nun erneut zeigt. Anzeige Irgendwann wird McGregor stolz auf dieses - nur aus finanzieller Hinsicht - kleine Werk sein. Der wandelbare Brite ("Moulin Rouge", "Big Fish") spielt darin den Putzmann Robert, der eines Tages zu Gunsten eines Reinigungsroboters gefeuert wird. Mitten in seinen Racheplänen läuft ihm Celine (Cameron Diaz, die zuletzt mit "In den Schuhen meiner Schwester" fast eine Million Kinofans in die deutschen Lichtspielhäuser lockte), das verwöhnte Töchterlein des Chefs, über den Weg. Eine göttliche Fügung, wie sich herausstellt. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche, herrlich schräge und knallbunte Kidnapping-Geschichte, denn die scharfzüngige Entführte hat im Duo die Hosen an. Zudem kommen zwei überlastete himmlische Gestalten (Holly Hunter, Delroy Lindo) ganz nebenbei noch ihrem Auftrag nach, das junge Pärchen auf der Erde zu einem solchen fürs Leben werden zu lassen. "Lebe lieber ungewöhnlich" ist pure Unterhaltung, wahnwitzig, fantasievoll und temporeich umgesetzt. Nur in manchen Szenen wünschte man sich noch mehr Mut vom Regisseur. Doch wem einfällt, dass die Briten diesen gewöhnlich besitzen, wird nach einiger Eingewöhnungszeit mit jener Unbedarftheit an den Film gehen, die er einfordert. Bernd Fetsch |
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