logo
Werbung;
Cineastentreff Kino Film Neue Platten - Musik News Kino Film Wynton Marsalis & Eric Clapton play the blues

Wynton Marsalis & Eric Clapton play the blues

Live from Jazz at Lincoln Center

Marsalis und Clapton. Clapton und Marsalis. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben. Das ist, wie schon in den letzten Jahren: Clapton und King. Clapton und Cale. Die Namen genügen. Musikalische Giganten, die über jeden Zweifel erhaben sind, und deren Einfluss auf die jüngste Musikgeschichte wohl niemand unterschätzt.

Werbung;

 

Am 7., 8. und 9. April dieses Jahres fanden sich die beiden im New Yorker Jazz at Lincoln Center ein und verwoben ihre ureigensten Metiers miteinander, wanderten von Jazz und Blues über Swing und RN’B zum Rock N’ Roll und schufen dabei quasi spontan die vielleicht bislang beste Version von Claptons Hit „Layla“, unterstützt vom Jazz at Lincoln Center Orchestra, dessen Namen man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Dan Nimmer (Piano), Carlos Henriquez (Bass), Ali Jackson (Drums), Marcus Printup (Trompete), Victor Goines (Klarinette), Chris Crenshaw (Posaune, Gesang), Don Vappie (Banjo), Chris Stainton (Keyboards).

Zehn Tracks aus diesen drei Konzerten erscheinen nun auf CD bzw. Auf CD mit Bonus-DVD, auf der auch der Gastauftritt von Taj Mahal zu sehen ist, der neben einem Solopart auch für „Just A Closer Walk With Thee“ und „Corrine, Corrina“ auf die Bühne kam. Die Songauswahl traf Clapton. Sie reicht von Louis Armstrongs „Ice Cream“ über W. C. Handys „Joe Turner’s Blues“ und „The Last Time“ bis zu „Careless Love“.

Die Songauswahl ist dabei so sensibel wie brillant, ein Ausflug in die Zwanziger Jahre, in die goldene Zeit des New Orleans Jazz, des Boogie Woogie, des schon immer im Zentrum mitschwingenden Blues, reicht zurück zur Seele all dessen, ohne das die heutige populäre Musik nicht auch nur ansatzweise denkbar ist, und die erneut ganz klar vor Augen führt: Im Grunde war mit Songs wie diesen längst alles gesagt, und was danach kam, waren allenfalls noch Fußnoten.

Marsalis bringt es in den Liner Notes sehr treffend auf den Punkt, wenn er schreibt: „In that spirit, we wanted these concerts to sound like people playing music they know and love, not like a project. We agreed to let the music show how the blues continues to speak with clarity and immediacy across all lines of segregation.” (gw)


Wynton Marsalis & Eric Clapton play the blues
Wynton Marsalis & Eric Clapton play the blues

Datum: 10.09.2011

 

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:

    Jools Holland & Friends
    Jools Holland gehört zu jenen Künstlern, die die Gemüter spalten. Mit seiner Sendung Late … with Jools Holland, die inzwischen auch im ZDF-Kulturkanal läuft, hat er sich eine immense Fangemeinde erarbeitet, ...

    Walkin Man: The Best of Seasick Steve
    70 Jahre ist Steve Wold alias Seasick Steve inzwischen alt. Den Jugendwahn der Musikindustrie hat er überlebt. Mit Mitte sechzig trat er 2006 bei Jools Holland auf – und prompt wurde sein Debütalbum zum ...

    Silje Nergaard: Unclouded
    Mit „Unclouded“ legt die norwegische Songwriterin Silje Nergaard bereits ihr zwölftes Album vor – das Fans wie Kritiker gleichermaßen überraschen wird, nicht zuletzt nachdem sie Ende 2010 einen Ausflug ...


 
Werbung;