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Deutscher Indie-Splatter: Dead Survivors

Im Interview mit Regisseur David Brückner

Schon vor zwei Jahren hat CineTreff über den Indie-Horrorstreifen „Dead Survivors“ von Regisseur David Brückner berichtet – nun kommt der Film deutschlandweit ins Kino, vorerst allerdings nur in die UCI-Häuser. Im April steht der DVD-Release an. Im Interview gibt Brückner Einblick in seine Arbeit. Der Film selbst ist allen Splatterfans wärmstens empfohlen.

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CineTreff: Du hast "Dead Survivors" komplett independent gedreht... Wie hoch war das Budget und wie hast Du Darsteller und Crew gefunden?

David Brückner: Die Darsteller und die Crew habe ich aus dem Freundeskreis engagiert. Michael Krug kenne ich seit der Kinderkrippe, und wir haben Ghost Pictures 2003 gemeinsam gegründet. Deshalb war es keine Frage, ihn als Hauptdarsteller in meinem Film zu haben. Der Typ hat schließlich neun Jahre Schauspielerfahrung. Der Großteil der Crew kam durch Oliver Juhrs und Jens Niers Wushuteam Chemnitz zustande. Sie haben mir mit den geilen Stuntsachen ausgeholfen, Kämpfe choreographiert und sich anbrennen lassen. Eine geniale Stunttruppe aus Chemnitz, die echt harte Sachen drauf hat. Übers Budget kann ich nur verraten, dass sich die Summe zwischen einem und einer Millionen Euro einpendelt.

CineTreff: Der Film ist offensichtlich an „Resident Evil“ angelehnt - wie kam die Story zustande?

David Brückner: Ich war schon immer ein großer „Resident Evil“-Fan. Als Kind zockte ich immer mit Michael Krug die grusligen Games. In Teil 1 startete der Film mit diesem geilen Real-Life-Filmintro, und schon damals, 1998, wusste ich, dass ich auch mal sowas machen möchte. Ich bin neben dem Filmemachen ein begeisterter Zocker und irgendwie haben meine Filme immer Game-Anleihen. Man darf „Dead Survivors“ ruhig als „Resident Evil“-Fanmovie sehen! Ich mag Paul W. Andersons Filme nicht so besonders - die haben nichts mit der Vorlage zu tun - und ich glaube, unser Streifen hält sich näher an das Game. Auf jeden Fall ein Film für alle „Resident Evil“-Fans da draußen! Ich denke aber, man wird auch extrem viele Anleihen an andere Filme aller Genres erkennen. In mir steckt schließlich ein großer Film-Nerd!

CineTreff: Du drehst schon sehr lange Filme und Kurzfilme - was reizt Dich persönlich am Filmemachen & wie kamst Du dazu?

David Brückner: Ich habe schon als kleiner Knirps so 1997 die alte VHS-Filmkamera meines Vater geklaut und kleine witzige Filmchen mit meinen Freunden Michael Krug und Andy Möhler gedreht. 2003 spielte ich dann Szenen in einen PC ein und sah dort, dass man nun viel leichter schneiden konnte. Da mich schon immer das Horrorfilmgenre begeisterte, wurde unser erster Film auch prompt „Bloodghost“ genannt - daraus entstand dann auch der Name unserer Indie-Filmschmiede Ghost Pictures. Ich mag es, beim Filmemachen eigene Ideen und Geschichten zum Leben zu erwecken. Am meisten gefällt mir dabei die Arbeit am Filmset. Ich bin dazu noch ein begeisterter Kameramann und teile mir somit immer die Arbeit des Regisseurs und des Kameramanns. Manchmal ist das extrem stressig, aber so habe ich immer die volle Kontrolle, meine Vision zum Leben zu erwecken.

CineTreff: Ist es heutzutage nicht sehr schwer, einen Film ins Kino zu bringen bzw auch einen Verleih zu finden? Wie ist Dir das gelungen?

David Brückner: Ich denke, es ist schon sehr hart! Der Markt haut monatlich hunderte neue Genre-Filme raus. Da ist es schon schwer als Konsument hinterherzukommen. Mein Ziel mit „Dead Survivors“ war, dass ich den Film über ein Label auf DVD gepresst bekomme, damit ich mir den Streifen in mein Regal stellen kann. Deshalb gab ich mir extrem viel Mühe, den Film auf Englisch zu synchronisieren und ihn optisch ansprechend zu gestalten. Nach etwa der Hälfte des Filmes stellte ich einen Filmtrailer auf YouTube und wurde dann von Nico Sentner, unserem späteren Produzenten und Sales Agent, angerufen. Er meinte "den Film kann man verkaufen!" und das tat er dann auch. Es entwickelte sich eine tolle Partnerschaft, und der Mann schaffte es, den Film nicht nur ins Kino zu bringen, sondern auch in die ganze Welt auf DVD zu verkaufen. Absolut der Typ!

CineTreff: Was können wir in Zukunft von Dir erwarten? Ist bereits ein neuer Film geplant?

David Brückner: Ich bewerbe mich gerade fleißig für die deutschen Filmhochschulen und hoffe, dort dann ein Studium als Kameramann anzufangen. Ansonsten bin ich freiberuflicher Kameramann, und man kann mich für Werbefilme buchen. Aber keine Sorge - im Mai werde ich mit meinem Team meinen zweiten großen Spielfilm drehen. Gerade stecken wir in den Planungen und im Casting. Ich kann versprechen, dass ich dem Horror-Genre treu bleiben werde und geniale Filmlocations liefere, die es so in der Art noch in keinem Independentfilm aus Deutschland zu sehen gab. Bleibt gespannt!


Dead Survivors: Der deutsche Indie-Splatterfilm kommt endlich ins Kino (Ghost Pictures)
Dead Survivors: Der deutsche Indie-Splatterfilm kommt endlich ins Kino (Ghost Pictures)

Datum: 09.02.2012

Diskussion: "Deutscher Indie-Splatter: Dead Survivors"

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