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Villazon feiert Verdi

Wer die Gefühle kennt

Zu Guiseppe Verdis 200. Geburtstag liefert Rolando Villazón eine klangstarke Reise in die musikalische Seele des Meisterkomponisten bei der Deutschen Grammophon. Ein Album, das sich auf die Spuren eines zeitlosen Genies begibt.

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„Verdi kennt all unsere Gefühle“, sagt Rolando Villazón, „er spitzt sie dramatisch zu und zeigt uns in seiner Musik unsere eigene – manchmal helle, manchmal dunkle – Seele.“

Dabei hat er bewusst auf die großen Werke, die jeder kennt – die Hits und Evergreens sozusagen – verzichtet und sich stattdessen auf kleinere Kompositionen konzentriert und dabei versucht, auch eine Reise durch die stilistische Vielfalt Verdis zu unternehmen. „Verdi wurde deshalb von seinen Zeitgenossen geliebt, weil er selbst die Menschheit so unendlich geliebt hat. In Verdis Musik erleben wir emotionale Kosmen und jede dieser Welten kennen wir, weil sie auch in uns selbst zu Hause sind“, sagt der Tenor, „Liebe, Hass und Leidenschaft. Deshalb haben Verdis Zeitgenossen seine Musik in den Gassen gesungen und deshalb singen wir sie bis heute auf den Opernbühnen, im Radio und im Fernsehen. Verdi ist Existenz in Noten!“

Villazón weiter: „Mir geht es nicht darum, Verdi allein in seinen bekannten Arien zu feiern“, sagt Villazón, „mich interessieren auch die heute zu Unrecht vergessenen Stücke, die einzelnen Schritte, die Verdi zu dem gemacht haben, was er bis heute ist: zum größten aller Komponisten. Meine Idee war es, Verdi mit all seinen Facetten vorzustellen, nicht nur die Hits, die jeder kennt, sondern auch die Lieder und Arien, die wir neu entdecken können. Überall sehen wir, dass Verdi sich von seiner Umgebung, seiner Welt und den Menschen, denen er begegnete, inspirieren ließ. Das macht seine Musik so unmittelbar. Ich bin sicher: Bei allen Stücken reichen drei Minuten, um zu sagen: ›Verdi ist einfach der Beste‹“

Auch für den Dirigenten der Aufnahme, Gianandrea Noseda, der das Orchestra del Teatro Regio di Torino dirigiert, steht Villazóns musikalische Reise durch das Leben Verdis im Vordergrund: „Mit Rolandos Idee gelingt es uns, Verdis musikalischen Weg zu verfolgen – wir verstehen, wie er allmählich seine eigene Stimme gefunden hat. Und wir merken schnell, dass die frühen Opern den späten Werken oft in nichts nachstehen, dass Verdi oft zu alten Ideen zurückgekehrt ist, um sie fortzuführen, und dass ein Großteil seines musikalischen Materials schon früh angelegt war. Alles bei ihm ist ein Wachsen – eine Idee führt zur nächsten. Erst so können wir den ganzen Verdi verstehen!“. (gw)


Rolando Villazón begibt sich auf Spurensuche anlässlich von Guiseppe Verdis 200. Geburtstag
Rolando Villazón begibt sich auf Spurensuche anlässlich von Guiseppe Verdis 200. Geburtstag

Datum: 05.11.2012

 

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