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House at the End of the Street

Neuanfang mit Hindernissen

Glück muss man haben: Als die Macher von „House at the End of the Street“ Jennifer Lawrence für die Hauptrolle verpflichteten, war deren Oscarnominierung für „Winter’s Bone“ (2010) noch nicht in Sicht. Nun lässt sich mit einem Nachwuchsstar für einen Horrorthriller werben, der zwar spannend gemacht ist, aber ein paar Schleifen zu viel dreht (Kinostart: 24. Januar 2013).

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Die lebenslustige Sarah (Elisabeth Shue) hat sich noch nie richtig um ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) gekümmert. Aber jetzt, bevor Elissa achtzehn wird, hält sie die Zeit reif für einen Neuanfang, zumal sich Sarah gerade von Elissas Vater, einem Rockstar, hat scheiden lassen. Der Wandel ist radikal: neue Stadt, neuer Job und neue Schule für Elissa. Das großzügige Haus am Waldrand liegt abgelegen genug, um zu sich selbst zu finden und die Mutter-Tochter-Beziehung neu zu beleben. Es hat nur einen Nachteil: Nebenan soll ein geistig behindertes Mädchen seine Eltern getötet haben. Von dem Kind fehlt seither jede Spur. In dem heruntergekommenen Anwesen wohnt nur noch Ryan (Max Thieriot), der Bruder, der zur Tatzeit angeblich bei seiner Tante lebte. Auf ihn hat Elissa ein Auge geworfen, sehr zum Missfallen ihrer plötzlich überbehütenden Mutter. Doch das ist nicht das einzige Problem in der an Wendungen reichen Geschichte.

Regisseur Mark Tonderai und Drehbuchautor David Loucka lassen den Film als Horrorthriller beginnen und schalten dann in eine Romanze um, vermischt mit dem Mutter-Tochter-Drama und einer Prise Highschool-Mobbing. Leider können sie sich dabei nicht zwischen den Genres entscheiden und servieren auch keinen gelungenen Mix. Vieles wird lediglich angerissen. Und wie sich herausstellt, interessiert sich der Drehbuchautor dann doch viel mehr für den Horrortrip, als die losen Enden des Dramas noch einmal aufzunehmen. So löst ein Strudel von packenden Verwicklungen die eher gemächliche Charakterstudie ab.

Was der Geschichte an innerer Spannung fehlt, muss der Regisseur durch visuelle und akustische Tricks ausgleichen, die den Regeln des Genres kaum etwas Neues abgewinnen. Wo ein psychologisch glaubwürdiger Thriller mit „Suspense“ gearbeitet hätte, setzt „House at the End of the Street“ auf Donnern, Lichtgeflacker und dunkle Kellertreppen. Da bleiben als Lichtblicke vor allem die Darsteller, insbesondere Max Thieriot als ebenso empfindsamer wie gestörter Außenseiter. Wer weiß, vielleicht macht das junge Nachwuchstalent mal eine ähnliche Karriere wie Jennifer Lawrence.

Peter Gutting


Datum: 30.11.2012

 

 
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