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Hitchcock (DVD & Blu-Ray)

Kleines Meisterstück über einen großen Meister der Filmkunst

Vor 33 Jahren starb Regiegenie Alfred Hitchcock. Nun erscheint das grandios besetzte Biopic „Hitchcock“ fürs HomeCinema und lässt den Altmeister wieder aufleben. Der Streifen von Regisseur Sacha Gervasi konzentriert sich auf die Entstehung des legendären Thrillers „Psycho“, den Hitchcock aus eigener Tasche finanzierte, da den Studios das Wagnis zu groß war. Anthony Hopkins brilliert in der Titelrolle, an seiner Seite Helen Mirren als Hitchcocks Frau Alma Reville.

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Nach dem Erfolg von „Der unsichtbare Dritte“ wollte Alfred Hitchcock etwas Neues wagen, etwas, das ungewöhnlich und neu ist für Hollywood-Verhältnisse. Eher zufällig fiel ihm Robert Blochs Roman „Psycho“ in die Finger, der zuvor von nahezu allen Studios und Produzenten abgelehnt worden war. Zuviel Sex und Gewalt, das war undenkbar, zumal die Figur des Norman Bates auf dem realen Serienmörder Ed Gein basierte. Auch Hitchcocks Stammstudio Paramount, dem er noch einen Film laut Vertrag schuldete, lehnte ab – bis Hitchcock entschied, den Streifen selbst zu finanzieren.

Kleiner Gag am Rande: Produzent Ivan Reitman brachte „Hitchcock“ 2005 bei Paramount unter, später wanderte der Streifen zu Fox Searchlight, weil Paramount seiner Rolle treu blieb und einen Rückzieher machte. Vielleicht auch, weil das Studio im Film nicht sonderlich gut weg kommt. Ebensowenig wie das verknöcherte, konservative und innovationsfeindliche Hollywood mit seinen Zensurgremien, die darüber bestimmen, was man zeigen darf und was nicht. Der Zensor wird kongenial von Kurtwood Smith verkörpert. Generell glänzt „Hitchcock“ mit seiner überragenden Besetzung. Scarlett Johansson als Janet Leigh ist ebenso sehenswert wie James D’Arcy als Anthony Perkins – man kann ihn sich problemlos in einem „Psycho“-Remake vorstellen, so sicher schlüpft er in die Rolle. Jessia Biel als Vera Miles ist gewagt, aber auch das funktioniert, und Michael Wincott verkörpert einen sinisteren Ed Gein, der Hitchcock immer mal wieder als Tagtraum erscheint.

Mirren und Hopkins stehen allerdings über allem und spielen mit einer Chemie, die man ihnen so nicht zugetraut hätte; man nimmt Hopkins den Hitchcock zu jeder Sekunde ab, und das liegt nur in zweiter Linie an der Maske. Regisseur Gervasi ist mit diesem Biopic ein kleines Meisterstück gelungen, das Hitchcock den nötigen Respekt entgegenbringt, ihn aber zugleich nicht verklärt. Ein lebensnahes Portrait und zugleich ein Stück Zeit- und Filmgeschichte. Absolut sehenswert. (gw)


Datum: 07.07.2013

 

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