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Flying Circus: Ones and Zeros

Progressive psychedelic seventies hard rock

Nachdem „Fourth“, das Album zum 20. Bandjubiläum 2010, international von Presse wie Hörern gleichermaßen gut angenommen wurde, beabsichtigten die Grevenbroicher Flying Circus, die Wartezeit bis zur nächsten Veröffentlichung mit einer EP zu verkürzen. Denn das neue Werk, an dem seither gearbeitet wird, soll das erste Konzeptalbum der Band werden. Ein Song daraus ist als Appetizer auf „Ones and Zeros“ bereits zu hören.

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Diese sechs Songs umfassende EP erfüllt nun, anders als geplant, gleichermaßen den Zweck, eine neue Besetzung vorzustellen. Denn nacheinander verließen aus Zeitgründen mit Drummer, Keyboarder und zweitem Gitarristen zwischenzeitlich drei langjährige, prägende Mitglieder die Gruppe. Die verbliebenen Rumpfbesetzung aus Michael Dorp (Vocals), Michael Rick (Gitarre) und Roger Weitz (Bass) fand in Ande Roderigo (Schlagzeug) und Rüdiger Blömer (Tasteninstrumente, Geige) die geeigneten Musiker, um die Musik von Flying Circus bruchlos weiterzuentwickeln. Insbesondere der studierte Komponist und Multiinstrumentalist Blömer erweitert das Klangspektrum und fügt dem Sound mit seinem Geigenspiel eine neue, überaus ansprechende Facette hinzu. Ihre Wurzeln hat die Musik nach wie vor im Hard Rock und ist mit der Selbstcharakterisierung der Band zutreffend beschrieben: Progressive psychedelic seventies hard rock.

„Hero in Disguise“ wie auch „Fire (I Wanna Go)“ wurden eigens für diese EP geschrieben. Mit „Follow The Empress“ greifen Flying Circus einen Song ihres 1997er Debütalbums „Seasons“ auf, während sie, nach dem einführenden, sehr atmosphärischen Instrumental-Intro „The Red Door“, den mitunter reichlich abgenudelten Rolling Stones-Klassiker „Paint It Black“ zu einer starken Cover-Version veredeln. Einschließlich furiosem Geigenpart. Und so lässt sich interessanterweise gerade hieran gut festmachen, was die Musik der Band auszeichnet: Im Vordergrund steht stets der Song, aber es wird immer nach neuen, unerwarteten, überraschenden Möglichkeiten gesucht, um auch dem allzu Vertrauten oder sattsam Bekannten eine neue Dimension zu geben. So leben auch „Hero In Disguise“ oder „Fire“ vom steten Wechselspiel zwischen akustischen und elektrischen Parts, bedächtigen und aufrüttelnden Momenten, die sich organisch entwickeln.

Mit dem abschließenden „Back To The City“ verweist das Quintett auf das kommende Konzeptalbum. Dies wird die Story einer fiktiven Band und ihres Frontmanns Peter Barren Ende der 1960er Jahre erzählen. Allerdings geht man auch hier wieder nicht den einfachen Weg. Die veröffentlichte Version soll, so heißt es, eine spezielle Fassung bleiben, denn für das Album wird der Song komplett neu aufgenommen.

„Ones and Zeros“, obwohl ursprünglich zur Überbrückung gedacht, präsentiert die neuen Flying Circus als kongenial funktionierende Einheit. Innerhalb des musikalischen Rahmens, der sich als Prog bezeichnen ließe, sticht diese Band hervor. Freunde progressiver und dennoch bodenständiger Klänge sowie Anhänger der Band bekommen gut 28 Minuten ausgefeilte, hoch emotionale Musik, die sich mit dem sorgsam konzipierten Booklet und Cover-Artwork zu einem Gesamtkunstwerk vereint.

Live: 15.09.2013, Köln, MTC mit Dirty Sound Magnet, The Black Widows Project

Website: www.flying-circus-online.de

Amir Shaheen


Flying Circus: Ones and Zeros EP
Flying Circus: Ones and Zeros EP

Datum: 21.08.2013

 

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